BPW 2017 Stufe 2 Interviews Nominees

esias
Thomas-Maximilian Böhm
Aachen

Kosmetikbranche

Wer seid Ihr?
Thomas Böhm ist der Gründer von esias. Er hat Maschinenbau und Industrial Engineering studiert. Noch während seiner Schulzeit machte er sich als IT-Dienstleister selbstständig und im Studium belegte er alle Fächer mit einem Bezug zur Unternehmensgründung. Für ihn war klar, dass er nach dem Studium eine weitere Selbstständigkeit anstrebt.

Was macht Ihr und welches Problem löst Ihr damit?
Eine Freundin von Thomas Böhm konnte sich ihre Fingernägel nicht so gut lackieren, wie sie es gerne würde. Sie sagte: „Du bist doch Maschinenbauer, erfinde doch da mal etwas.“ Eine Maschine kam für ihn nicht in Frage. Heute hat esias eine Lösung, die es jeder Frau ermöglicht ihre Fingernägel in nur einem Zug perfekt zu lackieren.

Wie seid auf Eure Geschäftsidee gekommen?
Die Probleme sind: Das Lackieren der Haut um den Fingernagel; unschöne Oberflächen und unordentliche Ränder. Der Applikator von esias verhindert diese Probleme und passt sich jedem Fingernagel selbstständig an. Der Applikator von esias ist mindestens so einfach zu benutzen, wie herkömmliche Pinsel, und verzichtet auf jegliche Elektronik.

Was motiviert Euch zu gründen?
Die größte Motivation für Thomas Böhm ist es diese Welt besser zu machen. um nachhaltiges Handeln, den gerechten Umgang mit Mitarbeitern und einen minimalen Ressourceneinsatz in den Vordergrund zu stellen wird bewusst auf ein noch stärkeres Wachstum verzichtet. Dies in der gnadenlosen Kosmetikbranche umzusetzen, stellt einen besonderen Reiz dar.


Jommi – Healthy Life. Simply Done.
Isabell Scherrers, Tim Poklekowski, Fabian Oertel und Paul Dziwoki
Düsseldorf
Life Sciences / MedTech

Wer seid Ihr?
Wir sind ein Team aus dem Großraum Düsseldorf, bestehend aus einer Ernährungsberaterin, einem Informatiker, einem Betriebswirt und einem Designer. Wir poolen unser gemeinsames Talent, um das Leben vieler Millionen Diabetiker ein wenig zu vereinfachen und zu verbessern.

Was macht Ihr und welches Problem löst Ihr damit?
Wir entwickeln eine Softwareplattform für Diabetiker, die betroffenen Menschen hilft, das Verständnis für die Krankheit zu steigern und unterstützt, langfristig die vielen Negativeffekte zu minimieren.

Wie seid auf Eure Geschäftsidee gekommen?
Wir sind seit einigen Jahren im Gesundheitsbereich tätig und haben schon einmal eine Kundenlösung entwickelt, an die sich niemand herantrauen wollte: die Lebensmittelampel fürs Smartphone. Viele begeisterte Nutzer haben sich etwas spezieller auf Diabetiker abgestimmtes gewünscht, weshalb wir daraus nun ein tragfähiges Gesamtkonzept entwickelt haben.

Was motiviert Euch zu gründen?
Jeder von uns hat sicherlich spezielle Gründe, uns verbindet aber der Spaß daran, komplexe Probleme gemeinsam zu lösen und Dinge auszutüfteln, an die sich (noch) niemand herangetraut hat. Es ist toll zu sehen, wie aus der Idee von gestern heute ein Produkt wird, das dann auf einmal überall in der Welt im Einsatz ist!


PeriEye
Dr. Barbara Dillenburger und Kai Schreiber
Köln und Solingen
Software & Medizingerät

Wer seid Ihr?
Wir haben unabhängig voneinander in Tübingen studiert, Barbara Dillenburger Biologie und Kai Schreiber Physik. Nach der Promotion haben wir viele Jahre die menschliche Wahrnehmung erforscht – in den USA, Kanada und Deutschland. Barbaras Katze wohnt mit ihr, Kind und Partner in Köln, Kais Katze mit ihm und Partnerin in Solingen.

Was macht Ihr und wie seid auf Eure Geschäftsidee gekommen?
Wir haben uns vor vier Jahren am MPI in Köln kennen gelernt, und einander mit den Schwerpunkten Augenbewegungen/ mathematische Modelle (Kai), und Experimentdesign/ Hirnfunktionen (Barbara) komplementär ergänzt. Auf einer Konferenz stießen wir auf das Thema schleichende Erblindung, und sahen dass unsere Forschung einen Ansatz für einfache und günstige Prävention liefern kann.

Welches Problem löst Ihr damit?
In Deutschland allein erblinden jährlich um die 10.000 Menschen. Die meisten davon könnten noch sehen, wären die zugrunde liegenden Krankheiten – z.B. Diabetes oder Bluthochdruck – früher erkannt und behandelt worden. Weil unser Gehirn Fehler und Löcher im Bild kompensiert, bemerkt man selbst nicht, dass man erblindet und geht viel zu spät zum Augenarzt. Wir wollen Erblindungs-Früherkennung schon beim Hausarzt ermöglichen.

Was motiviert Euch zu gründen?
Uns war lange bewusst, dass unsere auf den ersten Blick stark theorieorientierte Forschung weitreichende praktische Anwendungen ermöglicht – vor allem im medizinischen Bereich, dem wir deshalb immer nahe geblieben sind. Mit diesem Projekt haben wir eine volkswirtschaftlich sinnvolle und ökonomisch solide Anwendung dessen gefunden, was wir uns in Jahren der Forschung an Know-how erworben haben. Eine ideale Konstellation.


ReMatch – We Match Research Interests.
Joel Hansen, Emanuel Castillo Ruiz, Emanuel Hansen und Thomas Dorosz
Köln / Aachen
Informationsdienste für F&E-Projekte

Wer seid Ihr?
Joel Hansen studierte zwei Jahre gemeinsam mit Emanuel Castillo Ruiz und Thomas Dorosz im Masterstudium Information Systems an der Universität zu Köln. Emanuel Hansen ist ein herausragender Bachelorstudent für Communication & Multimedia Design an der FH Aachen. Das Gründerteam ergänzt sich durch diverse Vertiefungen im Studium und wird durch ein breites Beraternetzwerk unterstützt.

Was macht Ihr und wie seid Ihr auf Eure Geschäftsidee gekommen?
ReMatch verbindet Forschungsinteressen anhand intelligenter Such-/ Matching-Algorithmen. Joel Hansen legte die Grundlage zur Idee im Masterkurs Entrepreneurship. Ihm fiel auf, dass eine Plattform fehlte, die aktuelles Forschungsinteresse von Lehrstühlen, Unternehmen und Studierenden aufzeigt und effektiv verbindet. Die Idee wurde von einer fünfköpfigen Expertenjury zum 1. Platz gewählt.

Welches Problem löst Ihr damit?
Der Prozess zur Zusammenführung der universitären Forschung und der wirtschaftlichen Praxis ist zeitlich betrachtet (meist) ineffizient. Neben der aufwändigen Suche nach Forschungspartnern und der ineffizienten Anbahnungsphase, entstehen weitere Ineffizienzen durch Medienbrüche. Zudem kann die projektbezogene Vermittlung von Experten und Geldgebern in diesem Kontext optimiert werden.

Was motiviert Euch zu gründen?
Die Motivation des Gründerteams liegt primär darin, eine Aufwandsminderung und Prozessoptimierung im universitären Forschungsumfeld zu erreichen. Zudem haben alle Teammitglieder bereits positive Erfahrungen in der selbständigen Arbeit gemacht und sind daher motiviert, gemeinsam ihre Kompetenzen und Ressourcen zur Schaffung eines neuartigen Produkts einzusetzen.


UriCell
Martina Bohndorf, James Adjaye, Wasco Wruck und Lucas-Sebastian Spitzhorn
Düsseldorf
Life Sciences/Biotechnologie

Wer seid Ihr?
Zu UriCell gehören Martina Bohndorf, James Adjaye, Wasco Wruck und Lucas Spitzhorn. Seit vier Jahren arbeiten wir zusammen am Institut für Stammzellforschung und Regenerative Medizin des Uniklinikums Düsseldorf. Wir sind ein eingespieltes Team und verfügen über große Erfahrung in den Bereichen Stammzellkultivierung/ -differenzierung und Bioinformatik.

Was macht Ihr und wie seid auf Eure Geschäftsidee gekommen?
Wir waren auf der Suche nach alternativen Quellen von Stammzellen. Nachdem wir zuvor Stammzellen aus Fruchtwasser gewinnen konnten, haben wir es dann auch geschafft, aus der unlimitierten Ressource Urin diese wertvollen Zellen zu extrahieren. Durch einen Ideenwettbewerb haben wir erstmals darüber nachgedacht, damit ein Geschäft aufzubauen.

Welches Problem löst Ihr damit?
Die Isolierung von Stammzellen aus dem Urin ist schmerzfrei und risikolos für den Patienten. Somit stellen wir eine attraktive Alternative zu den bisherigen invasiven Methoden – wie zum Beispiel Nierenbiopsien – dar. Zusammen mit unseren weiteren Produkten sind wir Partner auf dem Weg zur personalisierten Medizin.

Was motiviert Euch zu gründen?
Unsere Idee, die Stammzellforschung und die personalisierte Medizin/ Forschung zu revolutionieren, sind die größten Triebfedern bei dem Gründungsvorhaben von UriCell. Durch eine Gründung möchten wir unsere Vision selbstbestimmt und mit direktem Einfluss umsetzen. Die große Unterstützung von außen motiviert uns zusätzlich.

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