11. November 2014

Mit Netzwerk und Know-how zum eigenen Unternehmen

Zahlreiche Gründungsinteressierte kamen zur Kick-off-Veranstaltung nach Köln

Zahlreiche Gründungsinteressierte kamen zur Kick-off-Veranstaltung nach Köln

Der Startschuss ist gefallen: knapp 400 Gäste kamen zu den Auftaktveranstaltungen des 18. NUK-Businessplan-Wettbewerbs, um sich darüber zu informieren, welche Unterstützung Gründungsinteressierte in den nächsten acht Monaten bei der Entwicklung des Geschäftskonzepts erhalten können. Besonders eindrucksvoll waren die Erfahrungsberichte ehemaliger Teilnehmer.

„Gründen muss Spaß machen“, diesen Rat gaben Alexander Müller und Roland Oberhoffer den vielen Gründungsinteressierten, die am 29. Oktober zur Kick-off Veranstaltung zum 18. NUK-Businessplan-Wettbewerb nach Köln gekommen waren. Die beiden promovierten Chemiker haben am vergangenen Wettbewerb teilgenommen. „Wir fanden es schade, unser gewonnenes Wissen in den Doktorarbeiten verstauben zu lassen“, erzählten sie. Deshalb entschieden sie sich gegen eine klassische Karriere in der Wissenschaft oder Industrie und gründeten basierend auf ihren Forschungsergebnissen das Unternehmen Sumteq.

Auf ihrem Weg fanden sie Unterstützung bei NUK. „Wir befürchteten zunächst als Chemiker ziemliche Exoten zu sein und wussten nicht, ob die angebotenen Inhalte zu uns passten“, erzählten die zwei von ihren anfänglichen Sorgen. „Dann haben wir gemerkt, dass Gründer fast immer die gleichen Probleme und Fragen haben.“ Um Antworten und Hilfestellungen zu bekommen, nutzten Müller und Oberhoffer das umfangreiche Angebot von NUK.

Jeder ist willkommen

„Bei NUK ist jeder willkommen – egal, in welcher Branche er gründen will und wie viele Kenntnisse er mitbringt“, betonte NUK-Projektleiterin Cornelia Wohlrab bei den Auftaktveranstaltungen. „Den Businessplan-Wettbewerb haben wir in drei Stufen eingeteilt. So können wir uns gemeinsam mit den Gründern in jeder Wettbewerbsstufe auf einzelne Aspekte des Businessplans konzentrieren – bis am Ende ein belastbares Geschäftskonzept steht“, ergänzte sie.

„Gründer profitieren besonders von NUK, wenn sie alle Angebote nutzen. Aber das ist natürlich kein Zwang. Auch der Einstieg in den Wettbewerb ist jederzeit möglich“, sagte Wohlrab. „Die klare Struktur und der zeitliche Aufbau bietet Gründern einen roten Faden, damit man sich nicht verzettelt“, erzählte Wildling-Gründerin Anna Yona bei der Auftakt-Veranstaltung in Bonn von ihrer Erfahrung aus dem vergangenen Jahr.

Die Gründer von Sumteq haben das Angebot von NUK genutzt. „Donnerstag war für uns NUK-Tag. Egal, ob die Vortragsreihe uns in gründerrelevante Themen eingeführt hat oder wir bei den Coaching-Abenden unsere Fragen loswerden konnten“, erzählten sie. „Für mich gehörten die Coaching-Abende zu den wichtigsten Angeboten von NUK“, erzählte Anna Yona. „Je mehr Sie über Gründung lernen, umso mehr neue Fragen stellen Sie sich – an diesen Abenden bekommen Sie individuelle Antworten von den NUK-Coaches“, verriet Yona den Gründern.Sumteq

Gründer sind der Nachwuchs des Mittelstandes

Außer den Gründern von Sumteq und Wildling hat NUK im vergangenen Jahr viele weitere Start-ups begleitet. Wie wichtig solche Gründerinitiativen sind, verdeutlichte Bernd Nürnberger, Direktor der Kreissparkasse Köln, im Interview mit Cornelia Wohlrab: „Unternehmer bilden den Mittelstand von Deutschland. Sie stellen 60 Prozent der Arbeitsplätze in unserem Land und bilden 80 Prozent der Leute aus. Gründer sind der Nachwuchs des Mittelstandes.“ Dass der Erfolg von NUK messbar ist, verdeutlichte NUK-Vorstand Dr. Joachim Schmalzl: „920 nachhaltig erfolgreiche Unternehmen und über 5.000 Arbeitsplätze sind auch durch den Wettbewerb in der Regionen entstanden.“

Ein Trend, der zu Deutschland passt: „Wir sind das Land der Erfinder“, sagte NUK-Vorstandsmitglied Dr. Dietrich Gottwald während der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf. „Wir leben in der Mitte Europas und das Innovationspotential in unserem Land ist groß.“ Damit dieser Trend so bleibt, startet NUK mit über 200 ehrenamtlich tätigen Experten in den neuen Wettbewerb.

Auf eine weitere Besonderheit der Initiative wies Dr. Joachim Schmalzl hin: „Bei NUK steht auch das Netzwerk im Mittelpunkt. Die Art und Weise, wie die Initiative arbeitet, ist einzigartig. Sie passt ins Rheinland.“ Davon konnten sich die Gäste der Auftaktveranstaltungen überzeugen. Inspiriert vom Gründergeist der Veranstaltung kamen sie beim anschließenden Imbiss zusammen. „Ich habe heute Abend spannende Menschen getroffen und wichtige Kontakte geknüpft. Natürlich komm ich wieder“, sagte ein Gründer am Ende der Kick-off-Veranstaltung.

 

Mit der Frage „Wie gut ist meine Geschäftsidee“ beginnt die NUK-Vortragsreihe am 13. November in Köln. Beim NUK-Forum am 17. November in Bonn geht es um die richtige Finanzierung der Geschäftsidee und am 20. November haben die Gründer zum ersten Mal die Gelegenheit, einen Coaching-Abend zu besuchen.

 


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