21. Oktober 2011

„Brenne für Dein Unternehmen!“

Marienburg

„Brenne für Dein Unternehmen!“ war nur eine der Botschaften von Stephan Schubert, Mitgründer der Onvista AG und heute u.a. Geschäftsführer und Investor diverser Internet- und Handelsunternehmen, am Abend des 20. Oktobers in der prächtigen Villa Marienburg. Hier kamen thematisch ausgewählte NUK-Alumni in den Genuss eines Kaminabends in exklusivem Ambiente. Bereits seit 2004 veranstaltet der NUK-Alumni-Club in Zusammenarbeit mit der HDI-Gerling Versicherung dieses Event. Im kleinen Kreis können sich NUK-Alumni hier auf Augenhöhe mit hochkarätigen Referenten austauschen, wertvolle Tipps erhalten und Kontakte knüpfen. Nach der Begrüßung durch Joachim Klinger, HDI-Gerling und Mario Weber, Projektmanager NUK drehte sich der Abend fortan nur noch um Herrn Schubert und die Fragen unserer NUK-Alumni.

Christian Schmitt, livingResponsible (Social² UG): „Das Kamingespräch ist eine tolle Gelegenheit, sich aus dem operativen Alltag herauszuziehen und sich wieder zu sammeln und zu fokussieren. Dabei einen Experten und Investor als direkten Sparringspartner für die eigene Ideen, in einer persönlichen und lockeren Atmosphäre zur Verfügung zu haben, ist Gold wert!“

Stephan Schubert beschrieb den rund 15 Gästen zunächst seinen Werdegang. Anstatt einen Lebenslauf vorzutragen, berichtete er von harter Arbeit, glücklichen Zufällen, steinigen Wegen und instinktiven Entscheidungen auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmer. Begleitet haben ihn dabei nicht nur seine Geschäftspartner, sondern vor allem Durchhaltevermögen und eine hohe Frustrationstoleranz.

Stephan SchubertDerivatekurse standen 1998 nur in rudimentärer Form zur Verfügung. Zudem beruhten die Bewertungen der Derivate oft auf veralteten Daten. “Das können wir besser, schneller und billiger!” entschieden Stephan Schubert und Michael Schwetje: OnVista wurde aus der Taufe gehoben. Knapp 1.000 Euro Umsatz wurden im ersten Monat erzielt, danach stagnierte dieser weitestgehend bis zu einem Anruf aus München. Eine große Direktbank wollte das Derivatetool kaufen und für sich nutzen. Innerhalb kurzer Zeit wurde das Lizenzmodell entwickelt und nur wenige Wochen später waren bereits mehrere Lizenzen an große Banken verkauft.

Der Gang an die Börse erfolgte Ende Februar 2000, wenige Tage bevor ein langjähriger Abwärtstrend an den Börsen einsetzte. Auch hier spielte Instinkt eine Rolle, denn der Börsengang wurde in kürzester Zeit durchgeführt. Ende 2007 folgte der vollständige Exit – wieder einmal wurde das Gespür für den richtigen Zeitpunkt gezeigt.

Dominique Riedl, justETF: „Ein spannender Blick hinter die Kulissen mit vielen wertvollen Tipps.“

Gespanntes Zuhören

“Lessons learnt” fasste Stephan Schubert für die NUK-Alumni zusammen. Knapp 10 Jahre nach dem Start ins Unternehmertum und dem Exit bei OnVista startete er als Business Angel mit diversen Beteiligungen weiter durch. Den gespannten Jungunternehmern gibt er mit auf den Weg, dass dabei die “Passion ein Unternehmen aufzubauen und nicht der Wille reich zu werden” von Erfolg gekrönt wird. Insbesondere Mitarbeiter merken schnell, ob der Unternehmer wirklich für sein Unternehmen brennt oder nur den Exit anstrebt.

André Lang, Insius UG: “ Herr Schubert hat eindrücklich dargestellt, wie wichtig für jeden Gründer der Glaube und die Überzeugung von der eigenen Unternehmensidee ist. Nicht die Jagd nach einem schnellen Exit, sondern das Streben nach nachhaltiger Verwirklichung einer Produkt- oder Dienstleistungsidee ist der Motor, der Gründungen erfolgreich macht.“

Im Folgenden stellte sich Herr Schubert den Fragen der Jungunternehmer. Wie man gute Mitarbeiter findet, lautete die erste Frage und Herr Schubert stellte fest, dass insbesondere Empfehlungen über ein gutes persönliches Netzwerk und viel Bauchgefühl zu den besten Einstellungsentscheidungen geführt haben. Ein gutes Händchen oder Unternehmergespür hat also entscheidenden Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg.

Ein erfahrener Verhandlungsführer wird natürlich auch nach seiner Verhandlungstaktik gefragt. Hier heißt es am Ball bleiben, “bis die Tinte unterm Vertrag trocken ist”. Man sollte die Züge Step-by-Step durchdenken und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Wichtig ist, vor allem auch bei Partnerschaften und Kooperationen, dass beide Seiten profitieren müssen.

Harald Oppelcz, capinio GmbH: „Das Kamingespräch in der Marienburg mit Herrn Schubert war toll! Für mich ist es spannend, die Geschichten von erfolgreichen Unternehmern zu hören. Als Jungunternehmer kann ich von diesen Erfahrungen nur profitieren. Das tolle Ambiente in der Marienburg gab der Veranstaltung zusätzlich einen exklusiven Charme. Ich komme gerne wieder.“

Get-together Zu diesem Zeitpunkt waren natürlich noch nicht alle Fragen beantwortet. Hierzu bot sich reichlich Gelegenheit beim anschließenden Buffet. Der Abend klang mit spannenden Gesprächen aus, bei denen zahlreiche neue Kontakte geknüpft wurden.

Unser besonderer Dank gilt HDI-Gerling für die freundliche Unterstützung sowie insbesondere Stephan Schubert, der als Referent im Mittelpunkt des Abends stand. 13 Jahre Unternehmertum und die Berichte von Erfolgen und Tiefschlägen konnten den Horizont unserer Jungunternehmer bestens erweitern.


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