12. November 2010

Gründer bei NUK genau am richtigen Ort

Die Auftaktveranstaltungen des Businessplan-Wettbewerbs 2011

„Als größter Nutznießer des letzten Wettbewerbs kann ich Ihnen bestätigen, dass Sie hier genau am richtigen Ort sind! Die NUK-Berater haben uns sehr auf die Füße geholfen. Gehen Sie zu den Veranstaltungen und reichen Sie Ihre Unterlagen ein!“ Damit adressierte Sven-Oliver Pink von ergobag die potenziellen Gründer unter den Gästen bei der Kölner Auftaktveranstaltung des 14. NUK-Businessplan-Wettbewerbs am 09. November im KOMED-Saal.
Am „Tag der Erfinder“ hatte NUK mit dem 1. Sieger seines Businessplan-Wettbewerbs 2010 einen besonders glaubwürdigen Fürsprecher, denn mit seinem Team hatte Pink einen innovativen, ergonomischen Schulrucksack und das dazugehörige Geschäftskonzept entwickelt.

Aufregende und anstrengende zehn Monate als Jungunternehmer lägen nun seit der Gründung im Februar 2010 hinter ihnen, denen acht Monate Produktentwicklung vorangegangen seien. Trotz vieler Stolpersteine wie der frühen Klage eines Konkurrenten habe ergobag einen erfolgreichen Markteintritt gehabt: „Wir laufen mit dem Produkt offene Türen ein. Jetzt sind wir nicht mehr aufzuhalten.“ Einem so selbstbewussten Gründer hört man aufmerksam zu, wenn er seine drei Erfolgsfaktoren definiert: „Ein leistungsfähiges, krisenfestes Team, denn alleine hätte es keiner von uns geschafft – inzwischen sind wir 19 Leute. Dann eine strenge Fokussierung auf die Arbeit und das Wesentliche. Und als dritten Faktor Kommunikation.“ Pink empfahl immer Informationsmaterial und ein Ansichtsexemplar des Produkts dabei zu haben und auf Mund-zu-Mund-Propaganda zu setzen. „Wir haben sehr davon profitiert überall Feedback einzuholen anstatt im Keller allein vor uns hin zu tüfteln.“ So habe z.B. der Entwickler eines renommierten Outdoor-Ausrüsters von ergobag erfahren, der nun Teil ihres Teams sei und die Funktionalität des ergobag enorm erweitert habe. Pinks abschließender Appell daher: „Nutzen Sie NUK als Kommunikationsplattform! Lernen Sie Ihre Idee in zwei bis drei Sätzen auf den Punkt zu bringen und führen Sie viele Gespräche: Jedes wird Ihr Geschäftsmodell reifen lassen!“

Zuvor hatte nach der Begrüßung der rund 280 Gäste durch das geschäftsführende Vorstandsmitglied von NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V., Dr. Theo Lieven, NUK-Projektleiter Daniel Tsubaki (Foto links) den größten Förderer des Abends befragt: Bernd Nürnberger (rechts), Direktor der Kreissparkasse Köln, hatte als langjähriger NUK-Sponsor den festlichen Rahmen der Kölner Kick-off ermöglicht und wusste nicht nur deshalb: „Ohne Liquidität läuft nichts!“ Nürnberger betonte die Bedeutung von Unternehmensgründungen als Motor des Mittelstands, der 70 Prozent aller Arbeitsplätze stelle. Das Engagement seines Hauses für Nachwuchsunternehmer äußere sich z.B. in der Beteiligung der Kreissparkasse Köln an sechs Gründer- und Technologiezentren im Geschäftsgebiet.
Der Tipp des Finanzexperten: „NUK hat ein super Netzwerk. Stellen Sie Fragen, hier bekommen Sie sie von Spezialisten beantwortet – kostenlos! Der Businessplan ist keine Bibel, aber er soll Ihre Leitplanke sein. Nehmen Sie Ratschläge an, dann sind Sie erfolgreich!“

„Als Gründer muss man engagiert, belastbar und immer in Bewegung sein. Die Familie muss in dieser Zeit zurückstehen.“ Dieser Einschätzung seines Vorredners Nürnberger setzte Dr. Günther Horzetzky entgegen: „Sehen Sie dennoch zu, dass Sie in der Rush-hour des Lebens Ihre Familie organisiert kriegen!“ Der Staatssekretär sprach in Vertretung des kurzfristig verhinderten NUK-Schirmherrn, NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger. Von den über 640 nachhaltig erfolgreichen Unternehmen, die aus den ersten zwölf NUK-Businessplan-Wettbewerben hervorgegangen waren, hob Dr. Horzetzky besonders die Smoothiehersteller true fruits hervor. Ausgezeichnet u.a. mit dem Deutschen Gründerpreis 2009 gäben die jungen Bonner ein besonders nachahmenswertes Vorbild für die aktuellen NUK-Teilnehmer ab. Sie hätten durch NUK z.B. erste Kapitalgeber gefunden. „Junge Unternehmer sind die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes. Sie sind ein zentraler Baustein der  Wirtschaftspolitik der neuen Landesregierung.“ Da die Nachhaltigkeitsquote bei gut vorbereiteten Gründern bei 80 Prozent liege, ermunterte der Politiker die anwesenden Nachwuchsunternehmer ausdrücklich, Angebote wie die NUK-Coaching-Abende oder auch die Beratungsleistungen der StarterCenter NRW in Anspruch zu nehmen. Die Landesregierung wolle sich im Rahmen ihrer Innovationsoffensive besonders für wissensbasierte Gründungen einsetzen: „Das Potenzial für Technologiegründungen in NRW ist hoch, leider wird es jedoch zurzeit nicht voll ausgenutzt.“

Stephan Jacquemot äußerte sich zu Beginn seines Vortrags über die Bedeutung des Businessplans bedauernd zur geringen Quote von HighTech-Start-ups in Deutschland: Laut Global Entrepreneurship Monitor belege die Bundesrepublik nur Platz 17 von 18. Der Projektleiter der High-Tech-Gründerinitiative „unternimm was.“ der Microsoft Deutschland GmbH forderte daher bessere Rahmenbedingungen für Eigenkapitalfinanzierungen. Zudem stellte er kurz die verschiedenen Gründerprogramme seines Hauses wie z.B. BizSpark vor. Als ehemaliger NUK-Projektleiter sprach Jacquemot dann in Sachen Geschäftskonzept aus Erfahrung: „Schreiben Sie den Businessplan für sich selbst und für Ihre Zielgruppe, das muss ein Dokument sein, das funktioniert und Ihnen ein strukturiertes Vorgehen ermöglicht. Außerdem hilft Ihnen der Businessplan, alle Mitglieder in Ihrem Gründungsteam zu synchronisieren, damit alle in eine Richtung schauen. Und schließlich ist so ein Konzept auch wichtig für die externe Kommunikation z.B. mit Bankern, Unternehmensberatern, Anwälten und möglichen Vertriebspartnern.“

Im Anschluss erläuterte NUK-Projektleiter Daniel Tsubaki den Aufbau des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2011 und weitere Angebote unseres Verbandes. „Wir wollen nachhaltige Gründungen. Deshalb endet bei NUK die Betreuung nicht mit dem Wettbewerb, sondern geht danach mit dem NUK-Alumni-Club, dem neuen NUK-Mentoring-Programm und dem NUK-Finanzierungsnetzwerk weiter.“ 15 Coaching-Abende sowie 18 Vorträge und Foren organisiere die Initiative dieses Jahr wieder, dazu u.a. die drei Prämierungsveranstaltungen. „NUK steht für Netzwerk und Know-how. Wir verstehen uns als Wissenskapitalgeber – ohne Zins. Bei all diesen Veranstaltungen haben Sie Gelegenheit zu regem Austausch unter Gleichgesinnten. Die erste Chance dazu haben Sie gleich hier und heute!“, so Tsubaki.

Dieser Aufforderung kamen die Gäste bis in den späten Abend hinein rund ums Buffet eifrig nach.
So auch bei den beiden folgenden Auftaktveranstaltungen in Bonn und Düsseldorf. In der Bundesstadt hatte ebenfalls Sven-Oliver Pink von ergobag als überzeugter NUK-Alumnus Lust auf Unternehmertum gemacht. Im Düsseldorfer Life Science Center übernahm Nicole Groth diesen Part. Mit Epivios war sie 2. Siegerin des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2010: „Die Teilnahme bei NUK hat uns dem ‚perfekten‘ Businessplan auf jeden Fall ein ganzes Stück näher gebracht. Bei NUK findet man in der Businessplanphase zu jeder Frage den richtigen Ansprechpartner. Darüber hinaus bekommt man die Möglichkeit sich sein eigenes Netzwerk aus Experten aufzubauen und sich mit anderen Gründern auszutauschen. Es ist vor allem dieses breite Netzwerk, das wir hier langfristig mitnehmen.“

Herzlichen Dank an die Sponsoren der drei Auftaktveranstaltungen zum 14. NUK-Businessplan-Wettbewerb:
Kreissparkasse Köln, Stadt Bonn & Life Science Center Düsseldorf

Einen Pressebericht über die Kölner Auftaktveranstaltung können Sie hier nachlesen, einige Impressionen liefert außerdem dieser TV-Beitrag.


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