21. Oktober 2016

Wir isolieren auf wenig Raum. Was machst Du?

Mit den drei Auftaktveranstaltungen startet ab dem 2. November 2016 die nächste Runde kampagne2017_sumteqder NUK-Gründer-Akademie. Gründungsinteressierte und Jungunternehmer aus der Region haben die Chance, von den umfangreichen Angeboten von NUK zu profitieren und sich auf den Weg in ein erfolgreiches Unternehmerleben zu machen. Bei unserer diesjährigen Kampagne lernen Sie vier Teams kennen, die in den letzten Jahren erfolgreich teilgenommen haben. Lesen Sie heute mehr über die Gründergeschichte sumteq, Dr. Alexander Müller und Dr. Roland Oberhoffer, die aus ihrer Doktorarbeit eine gute Geschäftsidee entwickelten.

SUMTEQ GmbH, gegründet November 2014, Teilnehmer des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2013/2014:

Die SUMTEQ GmbH ist ein High-Tech Start-Up aus Köln, das sich die Herstellung und Vermarktung von SUMFOAM – einem innovativen Hochleistungsdämmmaterial – zum Ziel gesetzt hat. Zwei der geschäftsführenden Gesellschafter der GmbH sind Alexander und Roland. Beide Gründer entschieden sich dafür, das im Rahmen ihrer Promotion erlangte Know-how zur Herstellung von SUMFOAM und die zugrundeliegende vielversprechende Technologie nicht nur als geschriebene Worte in den Dissertationen zurückzulassen, sondern substanziell weiterzuentwickeln und auch letztendlich zur Marktreife zu bringen. In diesem Zuge war für uns der erste Schritt die Teilnahme an NUK.

Rückblickend hat sich seither zum Glück einiges in unserem jungen Unternehmen weiterentwickelt. Ein Blick in unser mit Notizen und Visitenkarten übersätes NUK-Handbuch zeigt uns allerdings bis heute auf, welche wesentliche Bedeutung der NUK-Wettbewerb damals für unsere Firmengründung hatte. Aber von Beginn an:

Als Ende 2013 der finale Entschluss fiel, die Forschungsergebnisse unserer Doktorarbeiten in Form eines Geschäftsmodells aufzuarbeiten, um letztendlich in einer Firmengründung resultieren zu lassen, waren wir auf mehr Hilfe angewiesen als uns zu diesem Zeitpunkt eigentlich bewusst war. Glücklicherweise war Donnerstag abends schon bald als Jour Fixe bei uns im Kalender fest eingetragen: Bei den regelmäßigen NUK-Treffen, die dann stattfanden nahmen wir nicht nur an spannenden Vorträgen und Präsentationen teil, sondern wurden auch aktiv in diversen Coaching-Abenden geschult. Experten aller Branchen standen unseren zahlreichen Fragen während diesen Veranstaltungen geduldig Rede und Antwort.

Im Verlauf des NUK-Wettbewerbs konnten wir uns dann sukzessiv ein Bild davon machen, was es wirklich bedeutet, ein Unternehmen zu gründen. Durch unzählige Diskussionen, detaillierte Gutachten, Beratungsgespräche mit potenziellen Stakeholdern und Pitches vor Fachgremien haben wir in dieser aufregenden Zeit wichtige Ideen und Erkenntnisse gewinnen können. Dabei wurde uns immer klarer, dass wir unsere vermeidlich sicheren Fahrwassern – unsere persönlichen „Comfort Zones“ – verlassen mussten, um erfolgreich sein zu können. Als promovierte Chemiker waren wir zwar in unserer Forschungs-Materie sattelfest – aber erst die Herausforderungen des NUK-Wettbewerbs haben uns zu tatsächlichen Allroundern gemacht.

Seit dem Wettbewerb ist bei uns viel passiert: durch eine sehr positive Entwicklung und die Zusammenarbeit mit Investoren war es uns innerhalb von anderthalb Jahren möglich, unsere Mitarbeiterzahl von zwei auf sechs Personen zu erhöhen. Neben den personellen Entwicklungen haben wir ebenfalls signifikante Fortschritte im Bereich der Prozessskalierung und des Markteintritts machen können. So haben wir sowohl produktions- als auch anwendungsseitig wichtige Partner für einen erfolgreichen Technologietransfer gewinnen können und mit dem Umzug in eigene Büro- und Laborräumlichkeiten eine gute Infrastruktur für zukünftiges Wachstum geschaffen.

Unser Fazit und Rat an alle (potenziellen) Gründer da Draußen: Wer gründet erfährt viel über sich selbst und wächst überproportional schnell mit seinen Herausforderungen so heißt es. Dies können wir wahrlich unterscheiben! Meist dauert zwar alles länger als man denkt, da sich vor allem Entscheidungsprozesse oftmals in die Länge ziehen, aber rückwirkend kann man doch schnell feststellen, dass die Entwicklungsschritte größer sind als man manchmal annimmt.

Abschließend würden wir gerne unseren damaligen NUK-Projektleiter Patrick Kom zitieren: „Gründen muss auch Spaß machen!“. Ein sehr zentraler Aspekt, den jeder Gründer beherzigen sollte. Das Projekt Start-up, so hipp es auch sein mag, ist kein leichtes Unterfangen. Mit viel Herzblut, Durchhaltevermögen, Nervenstärke und letztendlich Spaß haben wir es geschafft, uns eine hoffentlich lange Zukunft in unserem eigenen Unternehmen zu schaffen. Unser Fazit: Über den Tellerrand hinausschauen, den Blick für das große Ganze schärfen, Improvisationstalent mit detailliertem Branchen-Know-How kombinieren – dies ist nur ein Auszug der Disziplinen eines jeden Gründerteams in ihrem individuellen Zehnkampf.

Kontakt: http://sumteq.de/

Team:sumteq
Unternehmensgründung:
NUK:Teilnehmer 2013/ 2014
Auszeichnungen :Nominee Stufe 3
Kontakt:SUMTEQ GmbH
Luxemburger Str. 90
50939 Köln
+49-221-93371340
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sumteq.de

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