23. Juli 2014

„Man braucht Know-how fürs Unternehmertum“

Trotz erfolgreicher alteingesessener Unternehmen braucht das Rheinland Startups. Davon ist Garrelt Duin, NRW-Wirtschaftsminister und NUK-Schirmherr, überzeugt. Warum NUK für neue Entrepreneure so wichtig ist, verrät er im Interview.

NRWs Wirtschaftsminister Garrelt Duin ist Schirmherr des NUK-Businessplan-Wettbewerbs (Quelle: MWEIMH/ Hojabr Riahi)

NRWs Wirtschaftsminister Garrelt Duin ist Schirmherr des NUK-Businessplan-Wettbewerbs (Quelle: MWEIMH/ Hojabr Riahi)

 

Herr Minister Duin, in Nordrhein-Westfalen gibt es viele erfolgreiche, alteingesessene Firmen – darunter nicht zuletzt neun DAX-Unternehmen. Warum braucht es da überhaupt noch Startups?

Wir brauchen für den Fortschritt und für die weitere positive Entwicklung unseres Landes neue Unternehmen – Startups, die sich auf den Weg machen. Außerdem benötigen wir eine Kultur des Unternehmertums. Wenn wir die nicht haben und alle nur darauf vertrauen, irgendwann mal Angestellter zu werden, wäre es um unser Land nicht gut bestellt.

Sie haben die zehn besten Teams des 17. NUK-Businessplan-Wettbewerbs kennengelernt. Wie haben ihnen die Ideen gefallen?

Das waren ganz faszinierende Ideen. Angefangen bei besonderen Schuhen für Kinder, die die Füße nicht deformieren, über Geschäftskonzepte aus dem IT-Bereich bis hin zu der Frage, wie man einen umweltfreundlichen Löschschaum herstellen kann. Die Teams haben die komplette Bandbreite geliefert. Das war ein sehr guter Mix.

Hat sie ein Team besonders beeindruckt?

Das mag vielleicht daran liegen, dass ich einen zwölfjährigen Sohn habe – aber ich fand die Idee für Kinderschuhe besonders interessant.

Was kann denn das Rheinland, was kann Nordrhein-Westfalen Startups bieten? Warum ist hier ein guter Standort, um zu gründen?

Im Rheinland gibt es viele, die sich auf den Weg machen und etwas verändern wollen. Und eine Voraussetzung für den Erfolg ist ein gutes Netzwerk. Dann ist man in schwierigen Zeiten nicht allein, sondern findet Unterstützung bei Beratern oder Gleichgesinnten, die sich in einer ähnlichen Situation befunden haben. Anders würde es auch keinen Spaß machen. Außerdem gibt es eine tolle Kulturszene, die wichtig ist, um kreatives Potential zu fördern. Und natürlich gibt es Universitäten, die ein ganz wichtiger Baustein sind. Denn hier entsteht oft die Grundlage für Geschäftsideen. Nicht zuletzt haben wir die alteingesessenen Unternehmen, die nach tollen Ideen suchen und diese fördern. Das hat nicht jede Region in Deutschland. Darum sind wir richtig gut aufgestellt.

Wie wichtig sind Initiativen wie NUK für eine aktive Gründerszene?

Es gibt ganz viele tolle Ideen. Aber die Hälfte von ihnen ist nach kurzer Zeit vom Markt, weil es keine Beratung gegeben hat. Wenn es sie gibt, überleben 80 Prozent auch noch nach fünf Jahren und mehr. Daran sieht man: Beratung ist das A und O. Eine gute Idee allein reicht nicht. Man braucht auch technisches Know-how fürs Unternehmertum – etwa, wenn es um Steuer- oder Rechtsfragen geht oder darum, ein Patent anzumelden. Hier bietet NUK auf höchstem professionellen Niveau Hilfestellung. Gründer können mit einem herausragenden Businessplan ein solides Fundament für ihre unternehmerische Tätigkeit schaffen.


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