30. August 2015

„Wir sind froh, dass es nach dem Wettbewerb nicht vorbei ist“

Die Gründer von Sumteq sind mit ihrer erfolgreichen Teilnahme am NUK-Businessplan-Wettbewerb einen wichtigen Schritt zum eigenen Unternehmen gegangen. Derzeit nutzen sie das NUK-Mentoring-Programm, um ihr Start-up weiter nach vorne zu bringen. Silke Beaucamp steht ihnen mit wichtigen Ratschlägen bei der kurz- und langfristigen Planung zur Seite. 

Nanofoam

Die Gründer von Sumteq Dr. Roland Oberhoffer und Dr. Alexander Müller

Wie erlebt Ihr, wie erleben Sie die Zusammenarbeit während des Mentorings? 

Sumteq: Als sehr positiv. Wir sind froh, dass mit dem Ende des Businessplan-Wettbewerbs nicht alles vorbei ist, sondern die Unterstützung durch NUK weitergeht. Gerade, wenn man neu in einem Bereich ist, ist es hilfreich, einen erfahrenen Partner an seiner Seite zu haben. Für uns waren ja schon die Coaching-Abende während des Wettbewerbs sehr hilfreich. Das Mentoring ist nun nochmal intensiver.

Silke Beaucamp: Ich empfinde sie als sehr inspirierend. Es ist ein tolles Team mit jungen Menschen, die gute Laune und den Blick nach vorn gerichtet haben. Sehr gut funktioniert die Aufteilung innerhalb des Teams – der Bereich für den Finanzplan und die Produktentwicklung sind getrennt, jeder macht das, was er am besten kann. So macht die Zusammenarbeit Spaß!

Habt Ihr besondere Fragestellungen, mit denen Ihr Euch an die Mentorin wendet? 

Sumteq: Die Finanzierung war ein zentrales Thema, das wir besprochen haben. Und es geht um die grundsätzliche Ausrichtung des Unternehmens.

Welche Themen haben Euch außerdem beschäftigt? 

Schon während des Wettbewerbs haben die beiden Gründer Angebote wie die Coaching-Abende intensiv genutzt

Schon während des Wettbewerbs haben die beiden Gründer Angebote wie die Coaching-Abende intensiv genutzt

Sumteq: Dadurch, dass Silke Beaucamp schon länger in der Szene unterwegs ist und intensiv mit anderen Start-ups gearbeitet hat, kann sie uns in vielen Bereichen gute Ratschläge und Hilfestellungen geben, sodass wir Dinge besser einordnen können. Das fängt bei der Satzung an oder den Beteiligungsregelungen. Wir haben aber auch gelernt, dass man als Unternehmer bestimmte Dinge im Ehevertrag festlegen sollte, um Gesellschafteranteile zu schützen. Andernfalls könnte es zu einer Insolvenz kommen, wenn man sich scheiden lässt. Über sowas denkt man ja nicht nach, das kann am Ende aber entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens sein. Und es wäre schade, wenn es am Ende an vermeintlichen Kleinigkeiten scheitert. Solche Fehler kann man gerade in der Anfangsphase vermeiden.

Was hilft Euch darüber hinaus?

Sumteq: Es ist einfach gut, eine Gesprächspartnerin zu haben, die uns ohne Hintergedanken unterstützt.

Welche Schwerpunkte setzen Sie, um Sumteq bei einem erfolgreichen Start ins Unternehmerleben zu unterstützen? 

Silke Beaucamp

Silke Beaucamp steht den Gründern von sumteq als Mentorin zur Seite.

Beaucamp: Am Anfang stand – wie gesagt – die Fragen nach der Finanzierung im Vordergrund. Inzwischen unterstütze ich sie, Märkte zu erschließen und sich bei Verträgen richtig durchzusetzen. Wir haben auch über Dinge gesprochen, über die man sich als Gründer vielleicht wenig Gedanken macht, die aber für ein Unternehmen elementar sein können – etwa die Frage was passiert, wenn jemand ausscheiden will. Dann muss man rechtzeitig Regelungen finden, dass das nicht das Ende des Unternehmens bedeutet. In Zukunft wird es sicherlich auch stark um den organisatorischen Aufbau von Sumteq gehen.

Sind das typische Herausforderungen für ein Start-up?

Beaucamp: Am Anfang eines jeden Start-ups steht ja eine Idee – im Fall von Sumteq haben die Gründer einen Schaum entwickelt, der sich ideal für die Isolierung eignet. Der nächste Schritt ist es dann, geeignete Märkte für die Idee oder das Produkt zu finden. Da kommt es auch mal zu Rückschlägen. Wichtig ist es, in so einem Moment nicht aufzugeben, weil der Markt nicht so reagiert wie erhofft.

Würdet Ihr das Mentoring-Programm wieder machen? 

Sumteq: Auf jeden Fall. Das Instrument des Mentorings ist aus unserer Sicht gelungen. Wichtig, damit es funktioniert, ist, dass Mentor und Unternehmen zusammen passen. Zum einen natürlich thematisch aber auch von den Persönlichkeiten. Das war bei uns zum Glück der Fall.

Beaucamp: Ich kann das auch nur jedem Gründer empfehlen. Das Mentoring-Programm schließt eine wichtige Lücke – nämlich die, nachdem der Businessplan geschrieben und bevor die Finanzierung steht. Das dauert oft länger als viele Gründer einplanen. In dieser wichtigen Zeit Berater aus der Wirtschaft zu haben, die keine eigenen finanziellen Interessen verfolgen, ist viel Wert.

Konnten Sie als Mentorin auch vom Programm profitieren?

Beaucamp: Sehr. Als Mentorin erlebe ich, wie weit die jungen Leute heute sind – in ihrer Einstellung und ihrer Art zu arbeiten. Die haben ein ganz anderes Tiefenwissen als wir Mentoren. Das gepaart mit unseren Erfahrungen und Ideen auf beiden Seiten ergibt wertvolle Synergien. Außerdem lerne ich so immer wieder, was neu am Markt ist und auch, wie sich zum Beispiel die Studiengänge verändern.


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