20. Juni 2010

Mittelstandsfans – Die Abschlussveranstaltung des 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs

„Ich bin ein Fan des Mittelstandes, den ich weiter stärken will – darum engagiere ich mich bei NUK.“ Dr. Dietrich Gottwald, seit 1997 NUK-Vorstandsmitglied, bezog bei der Abschlussveranstaltung des 13. NUK-Businessplan-Wettbewerbs am 22. Juni 2010 klar Stellung für das Unternehmertum. Das er selbst seit 26 Jahren lebt, u.a. als Gründer von Omikron Systemhaus. Gottwald zeigte sich zudem „tief beeindruckt“ von den professionellen Präsentationen der 13 nominierten Gründerteams, die im Mittelpunkt der gelungenen Prämierungsveranstaltung in der Kölner Wolkenburg standen.

Spürbarer Teamgeist und ein vielfach sehr hoher Reifegrad der Geschäftsideen gefielen Gottwald besonders an den von der NUK-Jury in Stufe 3 unter 86 Einreichungen Auserwählten. Dies trifft besonders auf die jungen Gründer von ergobag zu, die für ihren ergonomischen Schulrucksack mit dem innovativen Tragesystem auf den ersten Platz kamen. Seit Februar am Markt, hätten sie bereits 2.000 Exemplare ihrer ausgeklügelten Ranzenalternative verkauft, berichtete Sven-Oliver Pink (2.v.l.) bei seinem Elevator Pitch, der der Verleihung der mit einer Siegprämie von 10.000 Euro verbundenen Urkunde voraus ging.

Beeindruckende Zahlen auch von Epivios, dem 2. Sieger: 20 Prozent der Tumore bei Prostatakrebs-Patienten würden nicht entdeckt, 70 Prozent würden unnötigen Folgebehandlungen ausgesetzt – das Diagnoseverfahren des interdisziplinären Gründerteams aus Düsseldorf, das über 15 Jahre Forschungserfahrung vorweisen kann, könne hier Abhilfe schaffen.
Gute Neuigkeiten ebenso von protarget, dem Drittplatzierten, der schlüsselfertige Solarthermie-Kraftwerke entwickelt und produziert: Inzwischen habe man ein 250 Hektar großes Wüstenareal am Rande der Kalahari zur Verfügung, um schon 2011 die erste Anlage zu bauen, verkündete Martin Scheuerer.
Informationen wie diese und ein überzeugender Vortrag machten die je dreiminütigen Vorstellungen der 13 Nominees für die über 200 Gäste wieder überaus kurzweilig und interessant. dreikant hatten sogar eine Extra-Überraschung zur Veranschaulichung ihrer neuartigen Rolle mit Steigerfunktion z.B. für Senioren-Gehhilfen im Gepäck: ein Video in Stummfilm-Manier mit NUK-Projektleiter Stephan Bruns als Hauptdarsteller.

Ergänzt wurde das Programm diesmal von zwei Gesprächsrunden: Die NUK-Berater Jaleh Nayyeri und Thomas Müller (rechts) erläuterten z.B., warum sie sich ehrenamtlich bei NUK einbringen, was eine gute Gründerpersönlichkeit ausmacht und welche Fragen bei den NUK-Coaching-Abenden häufig gestellt werden. Patentanwalt Müller schloss mit einem Zitat von Daniel Goeudevert: „Mit Träumen beginnt die Realität.“ Wichtig seien deshalb neben den harten Zahlen und Fakten in einem guten Businessplan auch Phantasie, Kreativität und Visionen: „Hören Sie auch auf den Bauch und auf Ihr Gefühl. Und keine Angst: Sollten Sie zu sehr abheben, werden die Coaches und Gutachter von NUK Sie wieder auf den Boden der Realität zurück holen.“
Zu Flexibilität ermahnte in der zweiten Gesprächsrunde Dr. Dietrich Gottwald (rechts): „Keiner von Ihnen wird in fünf Jahren da sein, wo er es heute plant. Mein Naturgesetz für Gründer: Erträge dauern länger, und Kosten sind höher als geplant!“ Guido Dörrenberg (Mitte), Bereichsleiter der Sparkasse KölnBonn, erwies sich hier wie zuvor Gottwald als Befürworter von KMU: „Die Sparkassen sind die wirkliche Mittelstandsbank, die aktiv fördern. Wir wollen Sparringspartner sein für den Unternehmernachwuchs. In unseren GründerCentern haben wir bereits 200 Gründer auf ihrem steinigen Weg ehrlich begleitet, 500 Arbeitsplätze entstanden dadurch.“ Einen weiteren wichtigen Beitrag zur Förderung von Existenzgründern leistet die Sparkasse KölnBonn überdies seit 1997 mit ihrem Engagement für NUK.

Bürgermeister Hans-Werner Bartsch, der auch eine der Urkunden überreichte, hatte in seinem Grußwort zu Beginn des Abends die Bedeutung von NUK Neues Unternehmertum Rheinland für den Wirtschaftsstandort festgestellt: „Wer eine gute Geschäftsidee hat, dem bietet sich hier vielfältige Hilfe. Der NUK-Businessplan-Wettbewerb hat sich als Motor zur Ankurbelung der regionalen Wirtschaft bestens bewährt.“ Bartsch wies in diesem Zusammenhang auch auf das seit April 2008 bestehende STARTERCENTER NRW Köln hin: Die Partner IHK Köln, Handwerkskammer und städtische Wirtschaftsförderung böten Existenzgründern hier Informationen aus einer Hand und unterstützten Gründungsabläufe unbürokratisch und effizient.

Dr. Theo Lieven, der die über 200 Gäste ans Buffet entließ, hatte eingangs in seiner Begrüßung allen Förderern, Coaches, Gutachtern und Referenten gedankt, ohne die das kostenlose NUK-Angebot nicht möglich wäre. Im Vergleich zu ähnlichen Initiativen operiere der sponsorengetragene Verband mit einem bis zu fünfmal kleineren Budget, könne es aber im Hinblick auf Leistungen und Teilnehmerzahlen mit besser ausgestatteten Wettbewerben aufnehmen: „Mangelnde Effizienz kann man uns nicht vorwerfen“, so der NUK-Geschäftsführer. Mit effizienten Netzwerker-Gesprächen ging es darum direkt im Anschluss an die Preisverleihung noch bis in den späten Abend weiter.

Dankesworte der NUK-Sieger:

“Wir finden es toll, was NRW und Deutschland für Gründer tun, und da läuft NUK vorne weg: großes Kompliment! Das konstruktive Feedback der NUK-Gutachter hat einige Ecken in unserem Geschäftsmodell rund geschliffen. Klasse ist auch, dass durch die regelmäßigen Veranstaltungen und Vorträge keine Frage offen bleibt.“
Sven-Oliver Pink, ergobag, 1. Sieger NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010

„Die Teilnahme bei NUK hat uns dem ‚perfekten‘ Businessplan auf jeden Fall ein ganzes Stück näher gebracht. Bei NUK findet man in der Businessplanphase zu jeder Frage den richtigen Ansprechpartner. Darüber hinaus bekommt man die Möglichkeit sich sein eigenes Netzwerk aus Experten aufzubauen und sich mit anderen Gründern auszutauschen. Es ist vor allem dieses breite Netzwerk, das wir hier langfristig mitnehmen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber ich fühle mich jetzt besser vorbereitet als vor sechs Monaten.“
Nicole Groth, Epivios, 2. Sieger NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010

„NUK war elementar für unsere Gründung!“
Martin Scheuerer, protarget AG, 3. Sieger NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010

„You wouldn’t find a competition so supportive in my home country. Fantastic – a very good opportunity to learn!“
John Mitchell, protarget AG, 3. Sieger NUK-Businessplan-Wettbewerb 2010

Herzlichen Dank der Sparkasse KölnBonn für die freundliche Unterstützung des Abends!

Presseberichte über die Prämierungsveranstaltung am 22. Juni können Sie auf report-k.de und Köln Nachrichten nachlesen, die NUK-Presseinformation hier.

Detaillierte Siegerporträts:

Platz 1: ergobag aus Köln
Platz 2: Epivios aus Düsseldorf
Platz 3: protarget AG aus Köln

Ausführliche Selbstdarstellungen der zehn ebenfalls in Stufe 3 nominierten rheinischen Gründerteams Arcesio, BYPA, COUPIES, dreikant, Holographic Solutions, isoTOP, Reelway, Styliza, Verold und Vitálity&Care finden Sie hier.


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