27. Mai 2009

NUK-Forum Risikoschutz: Damit Sie auch morgen noch…

In jedem vollständigen Businessplan beleuchten die Gründerinnen und Gründer die Risiken und Chancen ihres Vorhabens. Doch kaum einer der künftigen Entrepreneure macht sich in der Anfangsphase Gedanken über mögliche Risiken, die sich nicht aus der mangelnden Wirtschaftlichkeit ergeben könnten, sondern innerhalb der eigenen Firma zu finden sind. Alljährlich veranstaltet NUK in Kooperation mit dem Gründungsmitglied HDI-Gerling deshalb das Forum Risikoschutz. Am 26.05.2009 hatten alle NUK-Interessierten im Gartensaal des Versicherungskonzerns in Köln die Gelegenheit, mit Experten und untereinander über mögliche Risiken zu diskutieren.

Dr. Matthias Papenfuß, 3P Consulting GmbH, sensibilisierte über mögliche Risiken durch eine fehlende Notfallvorsorge. Dazu erläuterte der Unternehmensberater wichtige Maßnahmen, damit bei Ausfall einer oder mehrerer Schlüsselpersonen die Handlungsfähigkeit der Firma erhalten bleibt. „Es beginnt alleine schon bei der Kombination einer möglichen Alarmanlage. Kennen Sie diese, damit Sie morgens überhaupt erst in die Räumlichkeiten kommen können?“, fragte er die rund 40 Anwesenden. Weiterhin ging er auf wichtige Prozesse, Kunden und Verträge ein. Als Lösung schlägt er die Erstellung eines Notfallhandbuchs vor, in dem alle wichtigen Daten und Abläufe festgehalten werden. „Jedem ist die Problematik bekannt, aber keiner hat was unternommen“, resümierte Papenfuß aus seiner täglichen Praxis und ermahnte alle Anwesenden, sich beizeiten über mögliche Notfälle Gedanken zu machen und Vorsorge zu leisten.

Allgemeine Geschäftsbedingungen, Vertragsrecht und Haftungsregelungen betrachtete anschließend Axel Tophoven von Osborne Clarke. Der Jurist führte die Risiken durch fehlende oder nur unzureichend erstellte Vertragstexte und Geschäftsbedingungen aus. „Gerade Existenzgründer und Jungunternehmer schaffen sich hier Probleme, die im Extremfall zur Schließung des Unternehmens führen können“, wusste Tophoven. Die Einhaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen ist dabei genauso Pflicht wie die Prüfung aller Vertrags- und Geschäftsbedingungen. Auch verwies Tophoven auf eine frühzeitige Kontrolle der entsprechenden Schriftstücke, um Problemfelder erkennen und Bedingungen optimieren zu können, bevor es irgendwo brennt.

Abschließend stellten Thomas Hüffel und Alwis Klose von Gastgeber HDI-Gerling Schutzmaßnahmen durch Versicherungen vor.
Viele Risiken ließen sich durch eine entsprechende Police absichern – ganz egal ob ein Geschäftsführer ausfällt, ein Kunde Haftungsansprüche stellt oder eine Warenlieferung nicht zugestellt wird. „Gerade in der Anfangsphase fehlt das Geld für notwendige Versicherungen, wir haben da aber eine Paketlösung, die für Existenzgründer erschwinglich ist“, so Hüffel. Gleichzeitig forderte er die Gründerinnen und Gründer auf, sich zumindest einer Beratung zu unterziehen, um die individuellen Risiken zu analysieren und frühzeitig Absicherungsmaßnahmen einleiten zu können.

Fazit: Probleme können entstehen, lassen sich aber durch entsprechende Vorsorge im Vorfeld auffangen bzw. minimieren.

Beim anschließenden Get-together gab es dann wieder intensive Diskussionen, Visitenkarten wurden ausgetauscht und Kontakte gepflegt.


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