12. November 2015

NUK-Gründer-Akademie startet: Wenn aus Gründern Unternehmer werden

Gut 350 Gäste kamen zu den drei Auftaktveranstaltungen der NUK-Gründer-Akademie und zeigten, dass das Interesse am Unternehmertum im Rheinland groß ist. Dass NUK für Star-ups der richtige Begleiter ist, bestätigten Gründer, die das umfangreiche kostenfreie Angebot der Initiative im letzten Jahr genutzt hatten. 

Jonas Peters erzählt von seinen Erfahrungen mit NUK

Julian Peters erzählt von seinen Erfahrungen mit NUK

An ihre erste Begegnung mit NUK kann sich Vanessa Schulz noch sehr gut erinnern. „Mit einer diffusen Geschäftsidee im Kopf kam ich zu einer der Auftaktveranstaltungen“ erzählte sie in Bonn. Dort hörte sie den Erfahrungsbericht von Teilnehmern aus dem Vorjahr: Das Gründerteam hatte bereits ein Produkt auf dem Markt und hatte im Laufe des letzten Jahres einen Businessplan erarbeitet. Außerdem hatten sie sich ein professionelles Netzwerk erarbeitet. „In nichts davon, dachte ich, würde ich mich am Ende des Jahres selbst wiederfinden“, erinnerte sich Schulz. Doch zwölf Monate später stand sie selbst auf der großen Bühne und konnte von ihren Erfahrungen mit der Gründerinitiative berichten. Intensiv hatte sie in den letzten Monaten das Angebot von NUK genutzt.

Wie die NUK-Gründer-Akademie aufgebaut ist, erklärte NUK-Projektleiterin Cornelia Wohlrab: „An Vortragsabenden vermitteln wir Gründungsinteressierten das Basiswissen für Unternehmer – angefangen beim USP bis hin zur Preiskalkulation. An Coaching-Abenden gibt es dann die Möglichkeit, mit verschiedenen Fachexperten über individuelle Fragen zu diskutieren.“ Keiner der Aspekte sei schwierig zu erarbeiten gewesen, sagte Vanessa Schulz: „Aber einige Themen waren einfach unbequem und ich schob sie immer wieder auf. Die Veranstaltungen gaben mir den nötigen Impuls mich mit ihnen zu beschäftigen.“

Wichtiges Wissen vermitteln aber auch die umfangreichen Arbeitsmaterialien von NUK. „Das Handbuch hat uns immer sehr geholfen – und hilft uns auch heute noch“, erzählte Julian Peters, Gründer von tift in Köln. Darin finden Gründer viele hilfreiche Informationen rund um die Unternehmensgründung und finden eine Leitfaden, für das Verfassen des Geschäftskonzepts. Der Aufbau orientiert sich an den drei Stufen der Gründer-Akademie. Am Ende jedes Abschnitts haben alle Gründungsinteressierten die Möglichkeit, ihre schriftlichen Ergebnisse, den Businessplan, bei NUK einzureichen. Jedes Konzept wird von mindestens zwei Gutachtern gelesen und beurteilt – mit Hilfe der Kritik kann das Konzept weiterentwickelt werden. „Die Gutachter waren mein erster Markttest in einem professionellen Umfeld“, sagte Schulz.

Wer sein Konzept einreicht, nimmt außerdem automatisch am NUK-Businessplan-Wettbewerb teil. Die stärksten Teilnehmer haben die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen vor großem Publikum vorzustellen und Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro zu gewinnen. „Man muss sein Start-up ständig pitchen. Da war es gut, dass wir bei NUK schon Erfahrung gesammelt haben“, erinnerte sich Peters.

Wie ein Sprung vom Zehn-Meterturm

Auch eine weitere Säule der von NUK haben die beiden Gründer intensiv genutzt: das Netzwerken. „Im geschützten Umfeld von NUK entstand mein Netzwerk automatisch“, erzählte Schulz. Und Peters sagte: „Bei NUK haben wir unser Netzwerk ausgebaut. Dazu gehören Mitstreiter, die die gleichen Probleme hatten wie wir, aber auch die vielen Experten.“ Wie sehr NUK bei der Unternehmensgründung geholfen hat, sagte auch Kai Sommer von der Stadtkellerei IMI: „Der Start in die Selbstständigkeit ist wie ein Sprung vom Zehn-Meterturm im Schwimmbad. Es ist zunächst eine große Hürde, der man sich mit Respekt nähern muss. NUK hilft dabei, diese und weitere Hürden zu überwinden.“

Beim Get-together gab es Möglichkeiten zum Netzwerken

Beim Get-together gab es Möglichkeiten zum Netzwerken

Dass auch im neuen NUK-Jahr viele spannende Gründerpersönlichkeiten und innovative Ideen auf die Unterstützung der Initiative setzen, zeigte sich bereits bei den Get-togethers der Auftaktveranstaltungen. „Ich war positiv beeindruckt, wie umfangreich das Angebot von NUK ist“, sagte einer der Gründungsinteressierten und ergänzte: „Dass heute Gründer von ihren Erfahrungen berichtet haben, nimmt auf jeden Fall die Hemmungen.“

So ist zu hoffen, dass auch im kommenden Jahr viele Gründungen vor der Umsetzung sind. Wie wichtig das ist, betonte Bernd Nürnberger, Direktor der Kreissparkasse Köln: „Der Mittelstand ist der Motor der deutschen Wirtschaft. Die mittelständischen Unternehmen stellen 60 Prozent der Wirtschaftsleistung und bilden 80 Prozent der jungen Menschen aus. Gründer sind der Jungbrunnen des Mittelstands.“


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