4. Mai 2017

NUK hat viele Gesichter – Daniel Giel

In unserer Reihe „NUK hat viele Gesichter“ stellen wir Ihnen regelmäßig die Personen vor, die hinter dem großen Engagement für Gründerinnen und Gründer stehen. Dieses Mal: Daniel Giel.

Warum engagieren Sie sich ehrenamtlich für NUK?
Glückliche Menschen machen glücklich. Ich erlebe oftmals Gründer durch ihre Unabhängigkeit und ihre Selbstbestimmtheit als sehr glücklich und sehr zufrieden – und kenne das auch in den gleichen Situationen von mir selber. Engagement für NUK bedeutet deshalb vor allem eines: Die Begegnung und das Beschäftigen mit Menschen aus dem Rheinland, die angetrieben von diesem unternehmerischen Glück nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern auch sozial und zwischenmenschlich Höchstleistungen erbringen. Hinzu kommt die spannende Erfahrung, interessante und oftmals wegweisende Neuerungen mit einem Blick aus der ersten Reihe kennenlernen zu dürfen.

Welchen Rat können Sie Gründern geben?
Speziell fürs Rheinland gilt: Wir haben viele der größten und einige der wichtigsten Unternehmen Deutschlands, unzählige mittelständische Weltmarktführer und das bevölkerungsreichste Bundesland direkt vor der Tür.
Nutzt für Eure Geschäftsidee diesen Wettbewerbsvorteil, nutzt die Probleme der Unternehmen indem ihr deren Geschäftsprozesse seziert und Euch die entscheidenden Teile für euer Startup erschließt.

Durch Ihr Engagement lernen Sie GründerInnen mit ganz unterschiedlichen Ideen kennen. Worin sehen Sie die Herausforderungen und was nehmen Sie persönlich für sich mit?
Wer einmal als Taxifahrer gearbeitet hat, kennt das: Man übernimmt irgendwo in Köln das Auto, lädt Passagiere ein und endet in einem anderen Stadtteil um in der Nähe wieder die nächsten Fahrgäste einzuladen. Im Laufe der Nacht lernt man viele Menschen, aber auch Straßen kennen. Und man endet immer ganz woanders, als man gedacht hat. Unternehmertum mag individuell verschieden sein. Diese Eigenheit des Unternehmertums, das irgendwo anfangen und ganz woanders enden, der Lernprozess, findet sich aber bei den meisten Unternehmern – und auch in deren einzelnen Gründungen. Für mich persönlich ist es spannend, dies immer wieder festzustellen.
Die Herausforderung ist, das Taxi – um bei dem Beispiel zu bleiben – am Fahren zu halten, Leerfahrten zu vermeiden und dem Gründer vermitteln zu können, dass es egal ist, wo das Auto bei Tagesanbruch endet. Übersetzt bedeutet dies, die eigene Geschäftsidee kritisch prüfen (lassen) – optimalerweise mit einem so komplementär besetzten und begeisterten Team wie dem von NUK – und ständig anzupassen, um erfolgreich (und glücklich) zu sein.
Und: Gründer wird man nicht wegen einer Idee, sondern weil man wie ein Gründer denkt. Wenn man einer Idee einmal den Boden entziehen muss – im Coaching-Abend oder im Businessplangutachten – weil sie einfach Stuss ist: Es gibt andere Ideen. Hauptsache der Gründer bleibt Gründer und sucht die nächste Chance, um sie dann auch wieder mit vollem Elan zu nutzen.

Über Daniel Giel
Ich habe während meines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und der Volkswirtschaftslehre an der FernUniversität Hagen und der Universität Köln Ende in der Hochphase der New-Economy Ende der 1990er Jahre mit zwei Freunden mein erstes Unternehmen im Bereich Internettechnologie gegründet und im Jahr 2000 meine Aktien an eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft verkauft.
Das aktive Erleben dieser Zeit, gerade in Köln, war richtungsweisend für die meisten beruflichen Entscheidungen in meinem Leben. Seit 2005 beschäftige ich mich, nach einem kurzen Ausflug in die Versicherungswelt, mit der betriebswirtschaftlichen Beratung von Transportunternehmen und Speditionen und habe in dieser Zeit weitere Unternehmen gegründet und dabei regelmäßig an den NUK-Wettbewerben teilgenommen. Seit Januar 2016 baue ich in der BWLC-Gruppe auch den Bereich Existenzgründung aus und bin einer der Initiatoren der Startbahn Rheinland, einer Initiative, die mittelständische Unternehmen, Investoren und Startups zusammenbringt.


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