24. März 2017

„Es ist ein Privileg in einem Land zu leben, in dem wir uns entfalten können“

Das Superfood der Superfoods, ein innovativer Nagellackpinsel und ein spielerischer Zugang zu Naturwissenschaften – beim NUK-Gründerpitch zeigten rheinische Gründer, dass auch in diesem Jahr vielversprechende Geschäftsideen in der Region entstehen. Bei der Preisverleihung in Sankt Augustin gab es nicht nur spannende Ideen, sondern auch süße Kostproben und jede Menge Gründergeist.

Professor Deimel begrüßt das Publikum.

Wer sich am 21. März im Audimax der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg einfand, konnte gleich zehn Gründerhoffnungen aus dem Rheinland auf der Bühne erleben und sich davon überzeugen, dass die Startup-Welt genauso innovativ wie vielseitig ist.

„Nur eine Region mit reger Gründerlandschaft kann prosperieren.“

Der Abend begann mit einem Wunsch. „Wir brauchen mehr Menschen, die die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung sehen – auch wenn es ein Risiko bedeutet“, sagte Professor Klaus Deimel von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. „Nur eine Region mit reger Gründerlandschaft kann prosperieren“, erklärte der Wirtschaftsexperte vorm gut gefüllten Audimax der Hochschule. Die Gründerteams haben sich also genau auf die richtige Reise gemacht – zwar voller Unwägbarkeiten, wie Deimel sagte, aber eine Reise, die vor allem auch Spaß und Erfüllung verspricht.

Perfekter Pitch in 180 Sekunden

Der Spaß war allen zehn Teams anzumerken – auch wenn sie für die Präsentation ihrer Geschäftsidee maximal drei Minuten Zeit hatten. Die Pitches waren die letzte Herausforderung, der sich die Nominierten in Stufe 1 stellen mussten. In den 180 Minuten galt es aufzuzeigen, welches Problem erkannt und welche teils komplexe Lösung dafür gefunden wurde. Wichtig war auch die Frage: Was nützt das dem Kunden?

NUK-Vorstandsmitglied Dr. Gottwald (r) verkündet einen der fünf Preisträger.

Drei Minuten sind für so viele Fragen durchaus eine Herausforderung – vor allem, wenn es um wissenschaftlich anspruchsvolle Themen geht, wie beispielsweise bei Dalex Biotech und PeriEye. Doch die Gründerteams meisterten die Herausforderung mit Bravur. Einfacher hatte es Thomas Böhm, Gründer von esias zumindest beim Großteil des weiblichen Publikums. Der Maschinenbauer hat einen Pinsel entwickelt, mit dem man sich die Nägel – auch ohne Zeit und Talent – fehlerfrei lackieren kann. Mit einem besonders verführerischen Argument überzeugten die Gründer von „Mag Mo – Wir lieben Moringa“. Ihr „Superfood der Superfoods“ brachten sie – in Schokolade verrührt – mit zur Prämierungsfeier, sodass jeder die süße Versuchung mit Extra-Gesundheitskick kosten konnte.

Gründen als Privileg

Nachdem halbstündigen Pitch-Marathon kam es zur feierlichen Preisverleihung. Udo Buschmann, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln, Dr. Udo Scheuer von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und NUK-Vorstandsmitglied Dr. Dietrich Gottwald verliehen drei Hauptpreise im Wert von je 500 Euro an Dalex Biotech, Jommi – Healthy Life. Simply Done. und mobilesdorf. Außerdem erhielten die Gründer von esias und PeriEye Förderpreise im Wert von 250 Euro.

„Bei einem Wettbewerb können nicht alle gewinnen, aber am Ende kann jeder von Ihnen mit seiner Idee erfolgreich werden“

Mit viel Applaus würdigte das Publikum die Leistung der Gewinner – aber auch aller anderen Nominees, die am Ende mit auf der Bühne standen. Alle zehn Teams hatten sich bereits aus über 80 Teams hervorgetan, die an der ersten Stufe des NUK-Businessplan-Wettbewerbs teilgenommen haben.

„Bei einem Wettbewerb können nicht alle gewinnen, aber am Ende kann jeder von Ihnen mit seiner Idee erfolgreich werden“, sagte Udo Buschmann. Dass der Weg der beruflichen Selbstverwirklichung nicht selbstverständlich ist, sagte Gottwald, der selbst vor 34 Jahren ein Unternehmen gegründet hat. „Es ist ein Privileg in einem Land zu leben, in dem wir uns so entfalten können, wie wir wollen. Dafür empfinde ich mein ganzes Leben große Dankbarkeit.“

Damit die rheinischen Unternehmerhoffnungen ihren Weg weiterhin erfolgreich gehen können, gab es nach dem offiziellen Teil ein Get-together. Dort konnten Erfolge gefeiert, aber auch Ideen ausgetauscht und Strategien für die nächsten Schritte entwickelt werden.

 

Mehr Zahlen und Fakten sowie Infos zu den Nominees.

Herzlichen Dank an die Kreissparkasse Köln und den Business Campus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für die wunderbare Unterstützung der Prämierungsfeier Stufe 1!

Wer noch an der 3. Stufe der NUK-Gründer-Akademie teilnehmen will, kann bis Mitte Mai zu vielen Vorträgen und Coachings kommen und seinen kompletten Businessplan bis zum 1. Mai zur Bewertung einreichenund so am Businessplan-Wettbewerb teilnehmen.


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