10. März 2016

Gründer gestalten die Zukunft – zwölf Pitches mit innovativen Geschäftsideen auf der Prämierungsfeier Stufe 1

Bequeme High Heels, Proteinriegel aus Insekten, ein revolutionäres chemisches Analyseverfahren und neun weitere spannende Konzepte: Beim ersten Pitch der NUK-Gründer-Akademie 2016 konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass ebenso vielseitige wie innovative Ideen das rheinische Unternehmertum bereichern.

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Und gleich geht es los: letzte Vorbesprechung vor den Pitches der zwölf Nominierten.

Aufgeregt warteten die zwölf Gründerteams vor Beginn der Prämierungsfeier. Wegen ihrer sehr guten Ideenskizzen waren sie für Haupt- und Förderpreise des NUK-Businessplan-Wettbewerbs nominiert und hatten die Gelegenheit, vor großem Publikum ihre Geschäftsideen zu präsentieren. Für viele war es der erste richtige Pitch. „Ich freue mich, durch die Hauptdarsteller des Abends einen Einblick in die Zukunft zu erhalten“, sagte Dr. Udo Scheuer, Leiter des Zentrums Wissenschafts- und Technologietransfer Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. „Gründer schauen in die Zukunft und gestalten sie“, ergänzte er.

Drei Minuten hatte jedes Team, um die eigene Version der Zukunft zu präsentieren. Nicht gerade viel Zeit, hochtechnologische Prozesse zu erklären oder zu veranschaulichen, warum ein Sportlerriegel aus Insektenproteinen nicht nur nachhaltig, ökologisch und sozial ist, sondern auch gute Marktchancen hat. Die Gründer um HyperChrom wollen eine Alternative zur Gaschromatrographie anbieten. 180 Sekunden hätten vermutlich nicht gereicht, um den wissenschaftsfremden Teil im Publikum das Analyseverfahren zu erklären. Aber Dr. Peter Boeker konzentrierte sich aufs Wesentliche: Die Technologie von HyperChrom hat deutliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Methode und hat in der analytischen Chemie bereits für Aufsehen gesorgt. Dank des neuen Verfahrens können alle Gefahrenstoffe, die in der Umwelt auftreten, viel schneller als bislang analysiert werden.

Proteinriegel aus Raupen

Drastisch wurde es bei Teac Labs. Auf dem ersten Bild der Präsentation sah das Publikum eine gezeichnete Figur – Herrn Müller – die sich den Arm gebrochen hat. Eine Grafik später ist „Herr Müller tot“, sagt Florian Rocktäschel. Damit hatte er die Aufmerksamkeit des Publikums gewonnen. Es geht um ein ernstes Thema: Infektionen durch Krankenhauskeime. Die können, versprechen die Gründer von Teac Labs, reduziert werden, wenn ihre Technik zum Einsatz kommt. Mithilfe eines Lasers werden Benutzeroberflächen auf Untergründe projiziert und eine kontaktlose Bedienung wird möglich. Das Laserbild kann dann zum Beispiel einen Schalter im Patientenzimmer oder OP ersetzen. Damit wären mögliche Infektionsquellen eliminiert.

Andere Teams mussten keine technische Lösung, sonder ihre Produktrevolution erklären: Über die Erfindung von Heelena dürften sich vor allem Frauen freuen: Ein High Heel mit einklappbarem Absatz, könnte absehbar vielen müden Füßen eine Wohltat sein. Dass sie bei ihrem Produkt für mehr Akzeptanz werben müssen, ist dem Team von INSECUBATOR bewusst: Proteinriegel für Sportler aus Raupen? Da läuft nicht jedem das Wasser im Munde zusammen. Mit genau diesen negativen Assoziationen spielten die beiden Gründer und es gelang ihnen, jede Menge Vorteile aufzuzählen, sodass am Ende sogar eine Kostprobe eingefordert wurde.

„Heute sind alle Gewinner“

Das Team INSECUBATOR bei der Preisverleihung

Dr. Udo Scheuer und Udo Buschmann zeichneten die Haupt- und Förderpreisträger aus.

Durch die kurzweiligen Präsentationen aller zwölf Gründerteams vergingen die Pitches wie im Flug und schon konnte Dr. Udo Scheuer gemeinsam mit Udo Buschmann, stellvertretendes Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Köln, Haupt– und Förderpreise vergeben. Mit begeistertem Applaus wurden die Gewinner auf die Bühne begleitet. Am Ende standen alle zwölf Teams gemeinsam auf der Bühne und wurden gefeiert. „Alle Teams waren einzigartig“, sagte Cornelia Wohlrab, Projektleiterin von NUK. „Heute sind alle Gewinner – denn nicht der Preis ist entscheidend, sondern am Ende das erfolgreiche Geschäftskonzept.“ Dass auch die Region vom guten Gründerklima profitiert, sagte Udo Buschmann: „Indem wir als Sparkasse Start-ups unterstützten, engagieren wir uns auch für die Region. Gründungen sind der Nährboden für künftige Unternehmen im Rheinland.“

Beim anschließenden Get-together mischten sich Nominees und Gäste miteinander und erste Produkte konnten bestaunt werden – beispielsweise der ebenso futuristisch elegante wie funktionale Regenschirm von rain-bo. Eine seiner Besonderheiten: Er kann nicht umklappen. So nutzten die Gründer auch nach dem Hauptteil des Abends die Gelegenheit, für ihr Produkt zu werben und ihr Netzwerk auf- und auszubauen.

Mehr über die nominierten Teams und die Preisträger sowie Zahlen und Fakten zur Stufe 1 können Sie hier nachlesen.

Herzlichen Dank an die Kreissparkasse Köln und den Business Campus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für die freundliche Unterstützung der Prämierungsfeier Stufe 1!

Alle Gründungsinteressierte, die die Chance für die 3. Stufe wahrnehmen möchten, können Ihren Businessplan zwischen dem 11. April und dem 1. Mai auf nukgutachten.de zur Bewertung einreichen.


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