12. Mai 2016

Gründer-Pitch: „Es ist unglaublich, was für Ideen es im Rheinland gibt“

Die ökologische Revolution auf dem Acker, eine Lösung für klamme Kommunen und ein ungewöhnlicher Fitnessriegel – wer sich für innovative Geschäftskonzepte interessiert, war auf der zweiten Prämierungsfeier des aktuellen NUK-Businessplan-Wettbewerbs genau richtig. Zehn vielversprechende Gründerteams pitchten ihre Ideen in den Rheinparkhallen.

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NUK-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Weskamp begrüßt das Publikum.

„Von einem innovativen Schuh bis hin zur Energierevolution; es es unglaublich, was für Ideen es im Rheinland gibt“, sagte Dr. Thomas Weskamp, Vorstandsmitglied von NUK. Dem vorangegangen waren zehn kurzweilige Pitches: Drei Minuten – so viel Zeit hatte jedes Team, um die eigene Start-up-Idee am 10. Mai vor 135 Gästen zu präsentieren. Nicht gerade viel Zeit für Dr. Peter Boeker von HyperChrom, um zu erklären, warum sein Produkt bessere Leistung erbringt als etablierte Gaschromatographen – wusste doch kaum einer im Publikum, was sich hinter der Technik verbirgt. Doch der Gründer konzentrierte sich aufs Wesentliche und erklärte, dass HyperChrom beispielsweise Umweltgifte sehr viel schneller analysieren kann als herkömmliche Methoden. Der Kundennutzen für die europaweit patentierte Erfindung war so für alle ersichtlich.

HDI Vertriebs AG Vorstandmitglied Norbert Eickermann war begeistert, so viel Ideenreichtum in seinem Hause begrüßen zu dürfen.

HDI Vertriebs AG Vorstand Norbert Eickermann war begeistert, so viel Ideenreichtum in seinem Hause begrüßen zu dürfen.

Auch die anderen Gründer begeisterten mit leidenschaftlich vorgetragenen, pointierten Pitches: Die Idee von Heelena dürfte zumindest alle Zuhörerinnen auf Anhieb überzeugt haben: Ein High Heel, der im Handumdrehen in einen flachen Schuh verwandelt werden kann. Ein Raunen ging durch den Raum, als Insecubator ihren innovativen Fitnessriegel präsentierten: Die Proteine dafür werden aus der Seidenraupe gewonnen. Eine hörbar gewöhnungsbedürftige Vorstellung für die meisten – aber Dr. Christopher Zeppenfeld gelang es, die Vorzüge des Produkts herauszustellen: Die gesunden Proteine werden nachhaltig genutzt und verkommen nicht als Abfallprodukt der Seidenproduktion. Das blieb in Erinnerung: „Die Raupen gehen mir nicht aus dem Kopf“, gestand Norbert Eickermann, Vorstandsmitglied der HDI Vertriebs AG und Gastgeber der Veranstaltung.

Schwierige Entscheidung für die Jury

Die Gründerteams haben ihre Stärken schon vor dem Abend unter Beweis gestellt: An der zweiten Stufe des 19. NUK-Businessplan-Wettbewerbs haben 131 Gründer aufgeteilt auf 54 Teams teilgenommen und ihren Grobbusinessplan eingereicht. Die zehn Finalisten hatten die NUK-Gutachter mit ihren Konzepten am meisten überzeugt und setzten sich so gegen die starke Konkurrenz durch. Im nächsten Schritt entschied eine unabhängige Jury, wer von den Finalisten mit Haupt– und Förderpreisen ausgezeichnet werden soll. „Sie können sich sicherlich vorstellen, wie schwer es der Jury gefallen sein muss, aus diesen überzeugenden Geschäftsideen die besten rauszufiltern“, sagte Cornelia Wohlrab, NUK-Projektleiterin.

Fünf Gründerteams bekamen Haupt- und Förderpreise.

Fünf Gründerteams bekamen Haupt- und Förderpreise.

So ging es nach den Pitches spannend weiter. Norbert Eickermann und Dr. Thomas Weskamp verkündeten die Gewinner, die neben der Auszeichnung je 1.000 beziehungsweise 500 Euro gewonnen haben. Unter großem Applaus kamen die Preisträger auf die Bühne – aber auch die anderen Teams wurden vom Publikum gefeiert. „Bei NUK ist jeder Gewinner. Die Möglichkeit sich hier zu präsentieren ist und natürlich der Weg zum eigenen Unternehmen sind wichtige Erfolge“, sagte Cornelia Wohlrab.

Nach der Preisverleihung hatte dann auch das Publikum bei einem reichhaltigen Buffet, Wein und Kölsch die Chance, die Ideen zu diskutieren, mit den Gründern zu sprechen und zu netzwerken, was viele bis spät in den Abend taten.

Herzlichen Dank an die HDI Vertriebs AG für die Ausrichtung der Prämierungsfeier Stufe 2!


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