13. Juni 2014

Ideen, die Märkte revolutionieren können

Bericht über die Abschluss- und Prämierungsfeier des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2013/ 2014

Top Ten 2013/ 2014Eine Revolution der Kopfhörertechnologie, eine ökologische Lösung für Löschschäume sowie eine App zur Datenerfassung via Smartphone-Kamera: Die nominierten Teams des 17. NUK-Businessplan-Wettbewerbs überzeugen mit innovativen Geschäftsideen und exzellenten Businessplänen. Mit der Auszeichnung der Gewinnerteams durch NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin wurde der NUK-Businessplan-Wettbewerb am 11. Juni in der Wolkenburg in Köln feierlich beendet.

„Vor 133 Jahren, am 11. Juni 1881, ist hier in Köln etwas Bahnbrechendes passiert“, verriet NUK-Projektleiter Patrick Kom den 225 Gästen in der Wolkenburg – und löste schnell auf: An diesem Tag wurde die alte Stadtmauer Kölns in Teilen gesprengt, um der wachsenden Bevölkerung Platz zu schaffen. „Am heutigen Abend kann etwas Ähnliches passieren – zumindest im übertragenen Sinne“, kündigte er an. Denn der Durchbruch von neuen Geschäftsideen werde gefeiert.

Monatelang haben die Teilnehmer des NUK-Businessplan-Wettbewerbs an ihren Konzepten gefeilt. Am Ende der dritten und letzten Stufe haben 54 Teams ihre Businesspläne eingereicht, die Experten daraufhin begutachtet haben. So wurden die besten zehn Geschäftskonzepte gefunden und durften von den jeweiligen Teams einer Fachjury vorgestellt werden.

Voller Saal in der WolkenburgAuf der Abschlussfeier hatten die Gründer erneut die Gelegenheit, ihre Ideen zu präsentieren – diesmal auch vor Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister und NUK-Schirmherr Garrelt Duin, potentiellen Geldgebern und vielen anderen Gästen. Professionell und kurzweilig waren die Vorträge zu ganz unterschiedlichen Geschäftsideen. Die positive Anspannung der Teams übertrug sich auch auf das Publikum, immerhin wurden am Abend Preisgelder in Höhe von 17.500 Euro vergeben.

„Eine Innovation, auf die Kunden warten“

Den 1. Preis im NUK-Businessplan-Wettbewerb und damit 10.000 Euro erhielt EcoAFFF. Die Gründer haben erstmals eine wirkungsgleiche Alternative zu fluorhaltigen, stark toxischen und umweltschädlichen Löschschäumen entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten werden die wasserfilmbildenden Löschschäume von Eco-AFFF aus flourfreien, ungiftigen und umweltfreundlichen Tensiden hergestellt. Von diesem Produkt ist auch die NUK-Jury beeindruckt und urteilte: „Das Team beschreibt in seinem hervorragend geschriebenen Businessplan ein Geschäftsmodell für ein zukunftweisendes Produkt, auf das potenzielle Kunden nur warten.“ Unter lauten Jubelrufen und heftigem Applaus nahmen die fünf Teammitglieder die Auszeichnung entgegen.

Sie haben ein System entwickelt, über das sich in naher Zukunft vor allem Musiker freuen können – das Team von KLANG:technologies entwickelt und vertreibt eine überlegene 3D Audio Technologie für Kopfhörer, die viele Anwendungsbereiche bietet. Damit sicherten sich die Gründer den zweiten Platz und damit ein Preisgeld von 5.000 Euro. Die Jury hob hervor, dass das „junge, dynamische Team“ den Proof-of-Concept bereits erbracht hat und mit seinen Kontakten in den Zielmarkt den Kunden eine neue Erlebnisdimension ermöglicht.

Auf dem 3. Platz landete das Gründerteam von pixolus und erhielt dafür 2.500 Euro.  Die Unternehmer haben eine Bilderkennungssoftware für Smartphones entwickelt. So werden diese zu mobilen Eingabegeräten, die Informationen wie Zählerstände oder Überweisungen per Kamera erfassen und direkt in digitalisierter Form verwenden. „Das sehr gut aufgestellte Team hat eine Technologie entwickelt, die Zukunft hat. Ihr Businessplan lässt keine Fragen offen.“, lobte die Jury in ihrer Begründung.

Duin: „Unternehmerbild ist vital, bunt und emanzipiert“

Minister DuinSichtlich beeindruckt von den vielversprechenden Gründerteams zeigte sich Wirtschaftsminister Garrelt Duin. Er betonte, dass Selbstständigkeit mehr sei als eine riskante Alternative zur abhängigen Beschäftigung. Duin rief dazu auf, gemeinsam ein Unternehmerbild der Zukunft zu prägen. Das sei in seinen Augen vital, bunt und emanzipiert.

Dass auch NUK seinen Teil zum neuen Unternehmerbild beiträgt, zeigte Patrick Kom. Alle Gründungsinteressierten könnten von der umfassenden Beratung profitieren. Insgesamt wurden im nun vergangenen NUK-Businessplan-Wettbewerb 242 Konzepte eingereicht, für die 506 Gutachten geschrieben wurden. Über 2.500 Teilnehmer kamen zu 34 Coaching-, Weiterbildungs- und Netzwerkabenden. Alle Angebote sollen den Gründern helfen, aus ihrer Idee ein echtes Geschäft zu machen. Kom nutzte die Gelegenheit, den vielen ehrenamtlichen Experten herzlich zu danken, ohne deren Engagement eine Initiative wie NUK nicht möglich wäre.

„Ohne NUK wären wir nicht so weit“

„Ohne NUK wären wir mit unserer Geschäftsidee und unserem Businessplan längst nicht so weit“, sagte dann auch einer der Teilnehmer. Wie wichtig ein guter Businessplan und somit ein ausgefeiltes Geschäftsmodell auf dem Weg ins Unternehmertum ist, unterstrich Ulrich Voigt, Vorstandsmitglied der Sparkasse KölnBonn. Ein guter Businessplan sei die wichtigste Voraussetzung, um eine finanzielle Förderung zu erhalten. „Mit einem guten Geschäftskonzept ist das dann auch gar nicht mehr schwierig“, ermunterte er die Teams, weiter an ihrem Ziel festzuhalten.

Dass neben einem guten Konzept immer auch etwas Glück dazu gehört, sagte Dr. Theo Lieven, geschäftsführender Vorstand von NUK, in seiner Eröffnungsrede. Allerdings gehörten zum Glück zwei Dinge – man müsse es zum einen haben, doch man müsse es auch annehmen. „Das Dr. Lievenhaben sie gemacht“, sagte er in Richtung der zehn nominierten Teams.

Nun darf man gespannt sein, wie sich die Gründungsvorhaben der NUK-Wettbewerbs-Teilnehmer in der nächsten Zeit entwickeln. Mit ihren teils revolutionären Produkten haben die Teams die Möglichkeit, sinnbildlich Mauern einzureißen, Märkte zu verändern und  in Zukunft das Bild vom rheinischen Unternehmertum zu prägen und verändern.

Neuer Wettbewerb startet im Oktober

Neue Ideen der rheinischen Startups sind uns auch im 18. NUK-Businessplan-Wettbewerb willkommen. Mit der Kick-off-Veranstaltung in Köln am 29. Oktober 2014 startet die neue Veranstaltungsreihe. Wir freuen uns auf viele neue Gründer und ihre Ideen.

Wir danken der Sparkasse KölnBonn für das Sponsoring der Veranstaltung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite zu Stufe 3.


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