26. Mai 2008

Selbstdarsteller

Ach herrje, lange nichts passiert hier. Das liegt hauptsächlich daran, dass der NUK-Businessplan-Wettbewerb auf die Zielgerade eingebogen ist und es an To Do’s nicht eben mangelt. Eine meiner größten Baustellen momentan ist z.B. der NUK-Jahresbericht 2008, der sich leider auch diesmal nicht von alleine schreibt.
Dafür werte ich soeben die kurzen, handschriftlichen Fazits der Teilnehmer zu NUK aus, und worüber stolpere ich da? Ein Team, ansonsten natürlich voll der lobenden Worte, wünscht sich einen festen Betreuer unter den Coaches, damit man nicht bei jedem Meeting seine – unter Umständen sehr komplexe – Idee immer wieder neu erklären müsse. Nun, da ist einerseits was dran. Andererseits aber auch nicht.
Denn ein großes Plus bei NUK ist es ja gerade, dass man eine Vielzahl von Experten aus unterschiedlichen Bereichen mit seinen Fragen löchern kann, und so auch einen bunten Strauß an Meinungen zurückbekommt. Je mehr Blickwinkel, um so mehr konstruktive und flächendeckende Kritik.

Außerdem kann man so auch bei den NUK-Meetings ganz en passant eine Kernkompetenz für angehende Gründer einstudieren: nämlich seine Geschäftsidee in jeder Lebenslage auch einem Laien verständlich, anschaulich und begeisternd darzustellen – und das in kurzen, knackigen Worten.
Das sind Skills, die sich spätestens im ersten Gespräch mit möglichen Geldgebern als nützlich erweisen, aber auch z.B. bei jedem Pressekontakt: Das Gegenüber muss sofort nachvollziehen können, was das Innovative an einer neuen Dienstleistung oder einem neuen Produkt ist, wo der Mehrwert für die Zielgruppe liegt, so dass im Idealfall der „Haben-will“-Reflex ausgelöst wird. Fachkauderwelsch oder Marketing-Geblubber haben da nichts zu suchen.

Da bin ich gleich wieder bei den berühmten Elevator Pitches: Bei der letzten NUK-Prämierungsveranstaltung sollten erneut alle Nominierten bei ihrer Präsentation exakt die vorgegebenen drei Minuten einhalten und sich dabei das Publikum als zu umwerbende Kapitalkuh vorstellen – da waren unsere Gründer noch gut bedient, denn eine „echte“ Aufzugspräsentation dürfte nur 30 Sekunden dauern. Und die Aufmerksamkeitsspanne von wichtigen Menschen wird immer kürzer, also…
Von seinen Erfahrungen mit diesen „Verkaufsveranstaltungen“ erzählte übrigens Arne Stoschek von Netjobbing, Nominee in Stufe 1 und 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2008, kürzlich im Interview mit Förderland.

Auch in Stufe 3 ist die optimale Präsentation für die NUK-Nominees wieder ein Thema: Bei der Jurysitzung am 09. Juni wird ihre Show vor den Entscheidungsträgern zu ihrer Endplatzierung im Wettbewerb beitragen, es geht hier immerhin um 10.000 Euro für den Gesamtsieg. Und auch bei der Abschlussveranstaltung am 24. Juni müssen die besten Zehn dann nochmals ran. Deshalb bietet NUK diesen Auserwählten ein kostenloses Trainingsseminar im GTC Gummersbach an. Schließlich wollen wir begnadete Selbstdarsteller auf den freien Markt loslassen!


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