1. März 2010

„Sind Sie im Besitz einer ausreichend großen Wüste…?“ – Prämierungsfeier Stufe 1

Aus 199 Einreichungen in Stufe 1 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2010 hatte die NUK-Jury die 14 besten ausgewählt: Diese Geschäftsskizzen standen am 02. März im Mittelpunkt der Prämierungsfeier im Kölner Wallraf-Richartz-Museum. 14 nominierte Gründerteams (siehe Foto), das bedeutete 14 Präsentationen von je maximal drei Minuten Dauer – die Alarmuhr immer im Blick.
Für die Elevator Pitches hatte sich über die Hälfte der Kandidaten am Freitag zuvor von Susanne Roll im GTC Gummersbach rhetorisch auf Vordermann bringen lassen. Acht Teams hätten dieses kostenlose NUK-Angebot diesmal angenommen, erläuterte Projektleiter Stephan Bruns eingangs.

Und so bemühte sich jeder der Gründer bei seinem Vortrag um einen bleibenden Eindruck: Martin Scheuerer (Foto) von der Protarget AG etwa richtete sein Schlusswort an die Besitzer von „ausreichend großen Wüsten“, in denen sein Unternehmen schlüsselfertige Solarkraftwerke errichten möchte.  Mit dem markigen Versprechen „Wir bringen Hollywood-Sound auf Ihren Laptop!“ warben die Entwickler der Audiosoftware atmoformer für sich – als diplomierte Filmkomponisten und Sounddesigner können sie z.B. auf Projekte wie die Klangkulissen zum Computer-Rollenspiel „Gothic  4“ verweisen.
Bei der Vorstellung von Verold, einer Plattform zur Nutzung und Entwicklung von Virtuellen Welten und Augmented Reality auf mobilen Geräten und Online, gab es dagegen nicht nur was auf die Ohren, sondern auch auf die Augen: Ein kurzer Videoclip veranschaulichte, wie eine Skulptur mittels leicht zu bedienendem 3D-Scanner zum animierbaren Objekt wird.

Alle Nominierten hatten also erkannt, welche Chance sich ihnen auf der NUK-Bühne bietet: Hier trainierten sie unternehmerische Grundtugenden, nämlich ihre bisher nur im stillen Kämmerlein gehegte Gründungsidee – in vielen Fällen erstmals – einem geneigten Publikum auf den Punkt, verständlich und überzeugend darzulegen. Die potenziellen Investoren unter den über 180 Gästen sah man daher auch interessiert Notizen machen.

Wer aber sollte mit den vier Haupt- und den sechs Förderpreisen geehrt werden? Diese Aufgabe übernahmen NUK-Vorstandsmitglied Dr. Dietrich Gottwald (links) und Bernd Nürnberger (rechts) von der Kreissparkasse Köln, die sich die Übergabe der Urkunden teilten. Neben protarget aus Köln und Verold aus Aachen und Toronto landete ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam der Uni Düsseldorf auf der Pole Position: „Epivios zeichnet sich durch ein revolutionäres, molekulardiagnostisches Verfahren zur Krebsfrüherkennung, momentan von Prostata- und Blasenkarzinomen, aus. Zwölf Jahre Forschungserfahrung sprechen für das Team“, so die NUK-Jury.

Auch die jungen Kölner Entwickler von COUPIES erhielten einen der vier Hauptpreise im Wert von 500 Euro. Sie machen Rabattmarken aus Papier überflüssig, denn für ihr Couponing-System braucht man lediglich ein modernes Handy: Applikation starten, und schon lassen sich Vergünstigungen in der Umgebung checken und auswählen, an der Kasse zeigt man dann den entsprechenden Code vor. Mit Förderpreisen in Höhe von je 250 Euro wurden sechs weitere Geschäftsskizzen gewürdigt.

Ein Plus von mehr als 30 Prozent konnte NUK allein bei den Einreichungen aus Köln und den umliegenden Kreisen in dieser Stufe verzeichnen, was besonders Bernd Nürnberger freute. In seiner Begrüßung hatte der Direktor der Kreissparkasse Köln zu Beginn des Abends das umfassende Engagement seines Hauses für Existenzgründer erläutert:  Seit Jahren sei die Kreissparkasse Köln z.B. an sechs Gründer- und Technologiezentren in ihrem Geschäftsgebiet beteiligt, außerdem habe sein Kreditinstitut im vergangenen Jahr 213 Existenzgründungen mit insgesamt 16 Millionen Euro ausgestattet. „Kein Unternehmen hat letztes Jahr mehr Startups finanziert“, bekräftigte Nürnberger.

Einen anderen Superlativ hatte Omikron-Gründer Dr. Dietrich Gottwald in seinem Grußwort hervorgehoben: Als NUK-Vorstandsmitglied der ersten Stunde sprach er angesichts des Einreichungsrekords von 199 Konzepten von einem „historischen Moment“ in der Verbandsgeschichte. Die 14 nominierten Teams seien schon deshalb zu beglückwünschen, hätten sie sich doch gegen eine große Konkurrenz durchgesetzt. Gottwald dankte auch der Kreissparkasse Köln, die als langjähriger NUK-Sponsor die Prämierungsfeier maßgeblich gefördert hatte: Um das von ihr gestiftete gutbürgerlich-kölsche Buffet entspann sich im Anschluss an die Preisverleihung angeregtes Networking, bei dem v.a. die 14 Top-Teams der Stufe 1 begehrte Gesprächspartner waren.

Eine Übersicht mit den vier Hauptpreisträgern, den sechs Förderpreisträgern und den vier Nominees finden Sie hier auf der Homepage und in diesem PDF-Dokument.

 

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