27. Februar 2008

Tiersärge, Hochfrequenzabsorber, EduCommerce – die Prämierungsfeier Stufe 1

„Netzwerken heißt in Köln im besten Sinne: Klüngeln!“ Treffender hätte Regierungspräsident Hans Peter Lindlar seine Rede bei der feierlichen ersten Preisverleihung im aktuellen Wettbewerb nicht schließen können: Schon bei den gut frequentierten Meetings und Vortragsveranstaltungen war deutlich geworden, dass sich die Teilnehmer dieses NUK-Jahrgangs gerne untereinander austauschen und sich auch gegenseitig Hilfestellungen geben. So kennzeichnete dann angeregtes Miteinander den Abend am 26. Februar 2008 in der Bezirksregierung Köln. Egal, wer nun eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen durfte oder nicht – von den spannenden Kontakten und wertvollen Tipps profitierten alle NUK-Gründer.

 

Zuvor hatte der Hausherr auf die Parallelen zwischen NUK und seiner Behörde verwiesen: Zwar schaffe die Bezirksregierung Köln, die nach der Reform der Landesverwaltung zum Jahresbeginn nun 2.000 Mitarbeiter umfasse, nicht direkt Arbeitsplätze. Aber als Mittel- und Bündelungsinstanz sei sie zuständig für Impulse für die Entwicklung der Region – wie auch unsere Initiative: „NUK betreut rheinische Gründer intensiv und nachhaltig“, so Lindlar (Foto rechts).
Im Hinblick auf die Anforderungen in Stufe 1 betonte Josef Hastrich (links), stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln , anschließend: „Die Formulierung der Idee ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur tatsächlichen Gründung.“ Damit in den seiner Erfahrung nach besonders kritischen ersten drei Unternehmensjahren möglichst alle Hürden genommen werden können, biete der NUK-Wettbewerb neben potenziellen Finanzspritzen der Netzwerkpartner vor allem Wissenskapital für Existenzgründer.

Nach der Kurzvorstellung der 18 nominierten Teams durch Projektleiter Sebastian Schäfer und Projektmanager Guido Kranski überreichten dann der Gastgeber und der Sponsor der Veranstaltung drei Haupt- und sieben Förderpreise überwiegend an Kölner und Düsseldorfer Gründungscrews. Im Rahmen ihrer Dankesrede hatten die zehn prämierten Teams jeweils streng abgezählte drei Minuten, um ihre Idee den über 150 aufmerksamen Gästen vorzustellen – dann klingelte unbarmherzig die Eieruhr.

 

„1,5 mal pro Tag stirbt der Kölner Zoo!“, eröffnete Ralf Mieslinger seine Präsentation, müssten doch 11.000 Haustiere in Deutschland täglich ihr Leben lassen. Mit der  Geschäftsidee für seine Firma Baron, platzsparend faltbaren Papp-Tiersärgen für schmale Geldbeutel und komplett abbaubaren Urnen aus so genanntem Flüssigholz, konnte sich der Düsseldorfer Vertriebsexperte für einen der Hauptpreise qualifizieren.
Ebenfalls auf der Pole Position: Dr. Barbara Friedmann, die an der Kölner FH mit NoreTec Hochfrequenzabsorber auf Basis von neuartigen Metamaterialien entwickelt hat. Diese werden zur Auskleidung von Objekten zur Ausblendung von Störungen bei der Radarortung und zur Abschirmung elektronischer Komponenten benötigt. Das Projekt wird bereits durch das EXIST-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert.
Der dritte Hauptpreis ging an die beiden Gründer von Knowledge 21. Die Prämisse der Kölner Thomas Leege und Stefan Oehl: „Immer mehr Verbraucher recherchieren doch heute vor einem Kauf im Internet.“ Mit ihrem EduCommerce-Angebot richten sie sich besonders an die Do-It-Yourself-Branche. Interaktives Wissensmanagement zwischen Lieferanten, Baumärkten und Endkunden sei hier das Ziel, erste Kooperationen mit namhaften Ketten und Handelspartnern gebe es schon.

Alle Informationen zu Stufe 1, den Preisträgern und Nominees finden Sie hier oder als Download im aktuellen NUK-Newsletter 01-2008 (PDF-Dokument, 1,43 MB).


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