Next Kraftwerke – nominiert für Stufe 3 BPW 2009

Virtuelles Regelkraftwerk

Gründer: Jochen Schwill, Hendrik Sämisch; Köln
Branche: Energiewirtschaft

Next Kraftwerke gehört nicht nur zu den Top 11 der Stufe 3, sondern war bereits Hauptpreisträger in Stufe 2 des NUK-Businessplan-Wettbewerbs 2009.

Hintergrund:
Next bündelt die Kapazität bestehender Netzersatzanlagen (NEA) und bietet sie am wachsenden Markt für Minutenreserve an. Dieser Markt ist eine Art Versicherung des Stromnetzes: Kurzfristige Schwankungen durch fluktuierende Windeinspeisung oder Kraftwerksausfälle müssen aufgrund technischer Eigenschaften des Stromnetzes unmittelbar ausgeglichen werden – dazu benötigt der Netzbetreiber jederzeit Reserven.

Geschäftsidee:
Die Idee der Gründung der Next als Spin-off des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität zu Köln (EWI) entstand Mitte des Jahres 2008. Aus der wissenschaftlichen Tätigkeit am EWI entstand die Idee, ein virtuelles Kraftwerk aufzubauen und damit am deutschen Strommarkt tätig zu werden. Im Zuge einer wachsenden Zahl erneuerbarer Energien in Deutschland wird das Produkt Minutenreserve immer wichtiger und knapper. Durch die Dienstleistung von Next können NEA am Markt für Minutenreserveleistung teilnehmen.

Kundennutzen:

NEA befinden sich im Besitz zahlreicher Unternehmen, die sich gegen Schäden aus dem Ausfall des Stromnetzes absichern müssen. Die hohe deutsche Versorgungssicherheit führt dazu, dass diese dezentralen Anlagen zur Erzeugung von Strom in Notfallsituationen nur äußerst selten genutzt werden. Die Gründer haben ein Produkt entwickelt, mit dem NEA zusätzliche Erlöse für ihre Besitzer generieren, ohne in das bestehende Sicherheitskonzept einzugreifen – im Gegenteil, durch das Next-Geschäftsprinzip wird die Ausfallwahrscheinlichkeit der NEA bei einem Stromausfall verringert.
Die Besitzer der Netzersatzanlagen haben Vorteile auf mehreren Ebenen:
–    Sie erwirtschaften zusätzliche Erlöse für ihre Anlagen.
–    Die Zuverlässigkeit der Anlagen wird unter realistischen Bedingungen geprüft.
–    Testläufe können teilweise substituiert werden.
Auf der anderen Seite können die Beschaffungskosten des Netzbetreibers für die Minutenreserve durch die kosteneffiziente Bereitstellung durch Next gesenkt werden, was sich über die Netznutzungsentgelte für alle Netznutzer bemerkbar macht.

Gründerteam:
Die Gründer Jochen Schwill und Hendrik Sämisch sind derzeit wissenschaftliche Mitarbeiter am Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln.

Kontakt:
www.next-kraftwerke.de

Fazit zu NUK:
„Der NUK-Businessplanwettbewerb hat sehr dabei geholfen, die Unternehmensperspektiven strukturiert darzustellen. Die Prüfung des Konzepts durch kompetente Gutachter hat die Aufmerksamkeit dabei auf neue Aspekte gelenkt, eine große Hilfe in der Gründungsphase.“
(Jochen Schwill)

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