25. Juli 2006

Neues Produkt vloop bringt „Bewegung ins Netz“

Business On – Das regionale Wirtschaftsportal in Köln und Bonn, 25.07.2006

Eine völlig neue Technologie, genannt „vloop“ revolutioniert das Internet. Entwickelt von den Motionet-Gründern Ingmar Bornholz und Benjamin Morgenstern, können Kunden, dank der innovativen Software, die als Community- Marketing-Instrument dient, durch Einbindung von Videos mit den Usern interagieren.

Dort wo die Konkurrenz nur einen Maus-Klick entfernt ist, bedarf es immer einer ausgefallenen Idee, die User nicht nur auf seine „Site“ zu locken, sondern sie dort auch halten zu können. Letzteres zu optimieren, stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar; so auch für das Management des intermedialen Tagesblatt Express.de. Hier wurden zwar genügend User der Website gezählt, jedoch verweilten sie nicht so lange wie erhofft.

„Kunden wollen partizipieren, mit teilhaben an der Gestaltung der Webseite“, so Benjamin Morgenstern, zusammen mit Ingmar Bornholz geschäftsführender Gesellschafter der „Motionet GbR“, welches sich die Vereinfachung von Kommunikation zum Ziel gesetzt hat. So bestechend einleuchtend die Problemanalyse war, so effizient waren auch die daraus resultierenden Programmvorschläge für das Online-Portal: Mit zwei kreierten Technologien, der „Streaming Media“ sowie der „Community- Marketing“ Technologie wurde der Internetauftritt neu gestaltet.
Streaming Media ist der Oberbegriff von Streaming Audio und Streaming Video und bezeichnet die aus einem Computernetzwerk empfangenen und gleichzeitig wiedergegebenen Audio- und Videodaten. Express.de nutzt diese Technologie mittlerweile zur Interaktion von multimedialen Inhalten.

Über das Community- Marketing kommen Menschen mit Unternehmen und Marken in Kontakt – dabei entsteht eine bidirektionale Konversation, die es den Usern ermöglicht nun auch selber Content zu generieren, sowohl untereinander als auch mit dem Unternehmen zu kommunizieren Eine ähnliche Strategie wird in Projekten mit express.de verfolgt.

Morgenstern und Bornholz arbeiteten seit bereits zwei Jahren in unterschiedlichen IT-Projekten zusammen. Aus dem Ansatz „es geht auch einfacher“ entstand im November 2005 die Motionet GbR. Die Betonung des Firmennamens liegt auf „Motion“ – was mit Bewegung oder technisch auch mit „Treibwerk“ zu übersetzen ist. Und etwas „bewegen, in welcher Form auch immer“, ist laut Morgenstern das maßgebliche Ziel der beiden Unternehmensgründer.

„Wir wollen Hemmschwellen gegenüber dem Internet und seiner Nutzung entgegenwirken und abbauen“, ergänzt Bornholz.
Entscheidende Bedeutung hat hierbei die eigens entwickelte Kerntechnologie „vloop“.
Ziel der Innovation soll es sein, alle nur erdenklichen Formate in das Flash-Format umzuwandeln und hochperformant ausliefern zu können.
Wozu das gut ist? Die entwickelte Software dient verschiedensten Funktionen, wie zum Beispiel zur Dokumentation von Bauprojekten in Bild, Ton, Video und Text.
Für den Bochumer Wasserwirtschaftsverband, „Emscher Genossenschaft“ konnte so der emscherplayer kreiert werden. Bei der Renaturalisierung der Emscher über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren werden in der derzeitigen Ausbaustufe Audio Menschen dazu animiert, ihre Heimat akustisch zu erfahren, zu begleiten und mitzugestalten. Weiterhin ist es dank der vloop-Technologie, Video Dateien ohne viel Aufwand abzulegen, anzuschauen und untereinander auszutauschen. Die Grundlagen der Software sind bereits fast zwei Jahre alt, wurden aber mit der Zeit stetig weiter entwickelt und perfektioniert.

„Natürlich war eine gewisse Grunderfahrung da“, erklärt Bornholz, der bei Motionet für die technische Produktentwicklung, Service-Angelegenheiten sowie auch für Datenschutzkonzepte zuständig ist. Durch die voran gegangene Arbeit im Dienstleistungsbereich und die daraus gesammelten Kenntnisse, gerade auch bezüglich der internen und externen Kommunikationsstruktur von Unternehmen, wuchs das gemeinsame Projekt und konnte dementsprechend den unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden.
So ist auch die verwendete Software modular aufgebaut und damit individuell anpassbar. Funktionen können hinzugefügt beziehungsweise weggenommen werden, je nach Bedarf und Wunsch des Kunden.

Von der Biene und der Blume

In Zukunft planen die Unternehmer die mobile Nutzung der Technologie sowohl zum Anschauen, als auch zum posten der Filme z.B. direkt via API in andere Webseiten.
Innovative Umsetzungen in Kombination mit Performance-Marketing Systemen sind ebenso geplant, wie der Aufbau eines Video-Advertising Networks.
Das alles soll der Vereinfachung von Kommunikation und Anwendung dienen, ist aber für den Laien sicherlich nicht einfach nachzuvollziehen.
Trotzdem versprechen Bornholz und Morgenstern mit Hilfe ihres Ansatz„simply communication“ – einfache Kommunikation eben – komplexe Sach – und Informationsverhalte auf simple Weise zu vermittelt und umzusetzen zu können. So soll das Verfahren auch für diejenigen, die mit technischem Fachwissen nicht viel anfangen können, schnell zu verstehen sein. Die Unternehmensphilosophie der einfachen Kommunikation ist hier also wörtlich zu nehmen und bedient sich dem Jahrhunderte altem Prinzip von der Biene und der Blume. „Beide verstehen sich blind“, erklärt Bornholz den gewählten Vergleich zwischen Technik und Natur. Intelligente Technologie soll nun so eingesetzt werden, dass Kommunikation auch auf zwischenmenschlicher Basis „effizient und ohne Missverständnisse“ funktionieren kann.

Drei-Stufen Programm vereinfacht Kommunikation

So wie das Ziel der „simply“ Kommunikation, soll auch der Weg dorthin – dank dem drei Stufenprogramm „Ziel-Methode-Arbeit“ – ebenso einfach sein. „Jede Form der Zusammenarbeit beginnt mit der Zieldefinition“, erklärt Morgenstern die erste Methode. Erst wer überprüfbare Ziele vor Augen hat, könne in den Prozess der Lösungsfindung einsteigen. Dazu gehöre aber auch die Erkenntnis, so der 37-Jährige Unternehmensgründer, dass im Arbeitsprozess Ziele neu definiert werden können oder auch müssen.
Bei der folgenden Methodenauswahl greift das Motionet-Team auf verschiedene Hilfswerkzeuge zurück, teils selbst entwickelt, teils in mehreren Projekten erfolgreich erprobt. Der letzte Schritt ist die Budget- und Zeitgenaue Umsetzung der Roadmap des Kundenprojektes. „Dabei setzen wir transparente Projektmanagement-Tools ein“, expliziert Morgenstern. „Diese erlauben es unseren Kunden, sich zu jeder Zeit über jeden Arbeitsschritt zu informieren“.

„Wir wollen erfolgreichreich sein in welcher Form auch immer“, so Morgenstern.
Eine Arbeitsweise kombiniert mit einem System, dass mittlerweile viele Kunden zur Umsetzung ihrer Ideen nutzen, so zum Beispiel die Kölner Unternehmen OnVista und der M. DuMont Verlag, bis hin zur Vodafone GmbH oder auch O2 Germany. Neben den zahlreichen Referenzkunden imponierte die innovative Entwicklung und Geschäftskonzept auch der Jury des NUK Business Plan Wettbewerbs, die das Gründerteam auf die begehrte Liste der zehn besten Geschäftsideen nominierte.
Alles Grundsteine, die mit Gewissheit eine solide Basis zur Realisierung des genannten Hauptziels „Erfolgreich zu sein, in welcher Form auch immer“, schaffen werden.
“Wir sind sehr zufrieden mit der derzeitigen Etablierung“, freut sich Morgenstern mit Recht über die derzeitige Lage. „Aber es kann immer besser sein“, fügt der Geschäftsmann ehrgeizig hinzu. Der nächste Schritt in Richtung Erfolg, ist die baldige Umwandlung in eine GmbH; das benötigte Kapital dafür sei sogar schon vorhanden. Passend zum Vorhaben sind die Unternehmensführer vor einigen Wochen mit samt den zur Zeit drei festen Angestellten in wahrer Voraussicht in die neuen Büroräume des Gründer-Innovations-Zentrums (GIZ) gezogen, die mit beinahe 80 Quadtratmetern hinreichend Platz für Expansion bieten.

http://www.motionet.de/

(Katharina Olbrisch)

Hier können Sie den Original-Artikel nachlesen.


© 2003-2017 NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V., Köln, Telefon: 0221 / 22 67 33 33, info@neuesunternehmertum.de