11. Mai 2016

Gründerinitiative NUK zeichnet Geschäftskonzepte aus

Sportlerproteine aus Insekten, mehr Einnahmen für Kommunen dank der Crowd und bequeme High Heels: Beim Gründer-Pitch von NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. am 10. Mai überzeugten rheinische Gründer mit innovativen wie vielseitigen Geschäftskonzepten. Die Teilnehmer mit den besten Grobbusiness-plänen hat die Gründerinitiative NUK ausgezeichnet.

Zehn rheinische Gründerteams haben am 10. Mai ihre Geschäftskonzepte in den Kölner Rheinparkhallen (HDI Vertriebs AG) gepitcht. Die Finalisten der Stufe 2 des 19. NUK-Businessplan-Wettbewerbs hatten je drei Minuten, um das Publikum beim Gründer-Pitch von ihren Ideen zu überzeugen. Die reichten von einer digitalen Lösung für mehr Einnahmen von Kommunen bis hin zu einem futuristischen Szenetreff, in dem Gäste mithilfe der virtuellen Realität in andere Welten eintauchen können. Alle zehn Teams begeisterten mit ihren Präsentationen und stellten wieder einmal den hohen Innovationsgrad der rheinischen Gründerszene unter Beweis.

Insgesamt haben 131 Gründerinnen und Gründer – aufgeteilt auf 54 Teams – an der zweiten Stufe des Wettbewerbs teilgenommen. Auf bis zu 20 Seiten galt es, die eigene Geschäftsidee mitsamt einer Markt- und Wettbewerbsanalyse und einem Marketingplan aufzubereiten. Ehrenamtliche NUK-Experten beurteilten in den Wochen vor der Prämierungsfeier die Grobbussinespläne und gaben den Gründern ein dezidiertes Feedback. Eine unabhängige Fachjury wählte aus den besten zehn Teams in einer gesonderten Sitzung Haupt- und Förderpreisträger aus. Die Gewinner gaben Norbert Eickermann (Vertriebsvorstand Exklusivvertrieb, HDI Vertriebs AG) und Dr. Thomas Weskamp (NUK-Vorstand) nach den Pitches bekannt.

Gründer aus Köln gewinnen Hauptpreise

Die Kölner Teams von Elastic Vision und Insecubator gewannen die mit je 1000 Euro dotierten Hauptpreise. Bei Elastic Vision stehen Brillen im Mittelpunkt. Die Gründer haben eine Verfahrenstechnik entwickelt, mit der das Gläsereinfassen revolutioniert wird. Die Jury hob die herausragend gute Markt- und Wettbewerbsanalyse des Teams hervor. Die Gründer von Insecubator entwickeln einen Riegel für Sportler: Die enthaltenen Proteine werden aus Insekten gewonnen. Die NUK-Jury lobte den nachhaltigen Gedanken hinter dem Produkt.

Für beide Teams war der Abend nicht nur lokal gesehen ein Heimspiel – sie haben schon in der Stufe 1 des Wettbewerbs erfolgreich teilgenommen. So lobte die Jury auch explizit die überzeugende und nachvollziehbare Weiterentwicklung der Konzepte. „Sie sind ihrem Ziel, einen belastbaren Businessplan zu entwickeln und darauf ein nachhaltiges Unternehmen zu gründen, einen großen Schritt näher gekommen“, sagte Cornelia Wohlrab, Projektleiterin bei NUK.

Innovative Gründer erhalten Förderpreise

Neben den Hauptpreisträgern zeichnete die Jury drei Grobbusinesspläne mit Förderpreisen und je 500 Euro aus. Das Produkt von Heelena (Aachen) ist so chic wie praktisch und dürfte vor allem Frauenherzen höher schlagen lassen: Die Gründer entwickeln einen Schuh mit ausklappbarem Absatz – von der Ballerina zum High Heel in nur wenigen Sekunden. Die Gründerinnen von Kluba Medical (Düsseldorf) haben ein Produkt entwickelt, das junge Eltern begeistern wird: Ein Schutz für Babys, der Schädeldeformationen lindert oder sogar vermeiden kann. Innovativ ist auch Dulks (Düsseldorf). Der Gründer hat eine praktische Lösung für die Landwirtschaft gefunden, ohne Chemie nachhaltig Unkraut auf dem Acker zu bekämpfen.

Am Ende sind alle Gewinner

„Wer das Angebot von NUK nutzt, ist immer ein Gewinner“, sagte Cornelia Wohlrab. „Jeder Teilnehmer profitiert von unserem kostenfreien Angebot – bei den Vortragsabenden erhalten sie wichtiges Gründerwissenskapital, auf den Coaching-Abenden können sie mit Fachberatern individuelle Fragen diskutieren“, ergänzte sie. Der größte Preis für einen Gründer sei nach wie vor ein erfolgreiches Unternehmen.

Die 1997 ins Leben gerufene Initiative NUK fördert durch ein Expertennetzwerk und Know-how-Transfer ein innovations- und gründerfreundliches Klima im Rheinland. Aus den bislang 18 Businessplan-Wettbewerben gingen mehr als 1.180 erfolgreiche Unternehmen mit über 6.400 Arbeitsplätzen hervor, darunter bekannte Firmen wie Sedo, Amaxa, True Fruits, Hemoteq und Fond of Bags (früher ergobag).

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