12. November 2015

NUK macht aus Gründern Unternehmer

Mit drei feierlichen Auftaktveranstaltungen in Köln, Düsseldorf und Bonn hat NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.V. die Gründer-Akademie eröffnet. Mit einem vielfältigen, kostenfreien Angebot bildet die Initiative in den nächsten acht Monaten Gründungsinteressierte zu Unternehmern aus.

Nach der Veranstaltung gab es für Gründungsinteressierte die Möglichkeit zu Netzwerken.

Nach der Veranstaltung gab es für Gründungsinteressierte die Möglichkeit zu Netzwerken.

Vor einem Jahr hatten Julian Peters und seine drei Mitgründer die Idee zu tift – Intelligente Dienstplanung. Doch frisch von der Uni fehlte das Wissen, wie man aus einer Idee ein Geschäft macht. Also nutzten die vier das Angebot von NUK. „Wir haben gelernt, was wir in den Vorlesungen nicht gelernt haben: Wie man ein Unternehmen aufbaut und worauf Gründer achten müssen“, sagte Peters vor den fast 200 Gästen bei der NUK-Kick-off-Veranstaltung am 4. November im Kölner KOMED-Saal.

Wie die Gründer-Akademie aufgebaut ist, erklärte NUK-Projektleiterin Cornelia Wohlrab in einem kurzweiligen Vortrag: „An Vortragsabenden vermitteln wir Gründungsinteressierten das Basiswissen für Unternehmer – angefangen beim USP bis hin zur Preiskalkulation. An Coaching-Abenden gibt es dann die Möglichkeit, mit verschiedenen Fachexperten über individuelle Fragen zu diskutieren.“ Hinzu kommt außerdem das umfangreiche Infomaterial, wie zum Beispiel das NUK-Handbuch. „Das Handbuch hat uns immer sehr geholfen – und hilft uns auch heute noch“, erzählte Peters.

Julian Peters erzählt von seinen Erfahrungen mit der Gründerinitiative.

Julian Peters erzählt von seinen Erfahrungen mit der Gründerinitiative.

Am Ende jeder der insgesamt drei Stufen können die Gründer ihr Geschäftskonzept einreichen. Von Fachleuten wird es geprüft und jeder Teilnehmer erhält zwei Gutachten, mit deren Hilfe er sein Konzept weiterentwickeln kann. Gleichzeitig nehmen die Gründer so automatisch am NUK-Businessplan-Wettbewerb teil. Die stärksten Wettbewerbsteilnehmer dürfen ihre Geschäftsideen vor großem Publikum vorstellen und Preisgelder von insgesamt 30.000 Euro gewinnen. „Man muss sein Start-up ständig pitchen. Da war es gut, dass wir bei NUK schon Erfahrung gesammelt haben“, erinnerte sich Peters „Außerdem haben wir bei NUK unser Netzwerk ausgebaut. Dazu gehören Mitstreiter, die die gleichen Probleme hatten wie wir, aber auch die vielen Experten.“ Tatsächlich steht hinter NUK ein Netzwerk aus gut 200 ehrenamtlichen Gründungsberatern.

Das Engagement lohnt sich. Mit Unterstützung von NUK entstanden 1180 nachhaltig erfolgreiche Unternehmen und über 6400 Arbeitsplätze in der Region. Mit tift ist bereits ein weiteres dazugekommen.


Weitere Zitate

Bernd Nürnberger, Direktor der Kreissparkasse Köln bei der Kick-off-Veranstaltung in Köln am 4. November 2015

„Der Mittelstand ist der Motor der deutschen Wirtschaft. Die mittelständischen Unternehmen stellen 60 Prozent der Wirtschaftsleistung und bilden 80 Prozent der jungen Menschen aus. Gründer sind der Jungbrunnen des Mittelstands.“

„NUK verfügt über ein starkes Netzwerk. Für Gründer ist es wichtig, denn die Stärke eines einzelnen reicht oft nicht, man braucht viele Leute, die mithelfen.“

Vanessa Schulz, Gründern von 08/16 bei der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf am 5. November 2015

„Mit einer noch sehr diffusen Geschäftsidee hörte ich vor einem Jahr dem Erfahrungsbericht des Teilnehmers 2013/14 zu: das Gründerteam hatte bereits ein Produkt auf dem Markt und während des letzten Jahres einen Tipptopp Businessplan erarbeitet – und vor allem ein professionelles Netzwerk aufgebaut. In nichts davon, dachte ich, würde ich mich am Ende des Jahres selbst wiederfinden.“

„NUK gab mir einen Plan vor, meine Idee Richtung Marktreife zu entwickeln. Die Gutachter waren mein erster Markttest in einem professionellen Umfeld. Und jedes Mal, wenn ich einem Mitteilnehmer oder einem Coach von meiner Idee erzählte, lernte ich etwas mehr, wie ich sie schärfen und präsentieren musste. Und ich lernte, dass Kritik am eigenen Herzensprojekt eine ganz andere Hausnummer darstellt. Sich in einzelne Aspekte seiner Idee zu ent-verlieben um das Produkt zu verbessern ist eine ganz eigene Herausforderung.“

„Fast ebenso wichtig waren für mich die anderen Teilnehmer. Die Gründerszene in NRW ist sehr lebendig und steht sich gegenseitig mit Rat und Kontakten zur Seite. Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit anderen Gründern auszutauschen. Sie verstehen dich irgendwann besser als deine Freunde und Familie.“

Kai Sommer, Mitgründer der Stadtkellerei IMI bei der Auftaktveranstaltung in Bonn am 10. November 2015

„Der Start in die Selbstständigkeit ist wie ein Sprung vom Zehn-Meterturm im Schwimmbad. Es ist zunächst eine große Hürde, der man sich mit Respekt nähern muss. NUK hilft dabei, diese und weitere Hürden zu überwinden.“


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