3. Preis: Ningaloo Biosystems – nominiert im 24. NUK-Businessplan-Wettbewerb


Foto: Ningaloo Biosystems

Preisgeld: 1.500 Euro

Die NUK-Jury sagt:
„Wir haben den ausgezeichneten Businessplan eines hervorragenden Gründerteams vorliegen. Dieses sticht durch seine hohe Qualifikation und jahrelange Berufserfahrung in der Branche heraus. Ergänzt wird dieses hohe Know-how durch sehr gute Partnerschaften für das neu zugründende Unternehmen. Das Gründerteam hat vielversprechende Ansätze aufgezeigt, die nun mit konkreten Anwendungspartnern und Pilotanwendungen die Wirksamkeit zeigen müssen. Wir wünschen viel Erfolg!“


Eigendarstellung des Teams

Ningaloo Biosystems
Gründer: Herbert Müller-Hartmann, Hanns-Martin Schmidt, Stefan Bergfeld
Standort: Köln
Branche: Biotechnologie/Pharma

Wir entwickeln Geräte, die mit Licht verschiedener Farben gleichzeitig mehrere biologische Prozesse steuern. Dadurch können neuartige Medikamente und Impfstoffe auch im Großmaßstab hergestellt werden.


Interview mit den Gründern

Was ist eure Geschäftsidee?

Mit unseren biotechnologischen Geräten soll die Optogenetik, ein neuer Zweig der Molekularbiologie, endlich Einzug in die industrielle Produktion von Medikamenten und Impfstoffen halten. Mit den Geräten kann man optogenetisch, das heißt mit Licht, präzise und digital verschiedene Prozesse in Zellkulturen parallel steuern. Das fängt in der Forschung im Labormaßstab an und hört bei großen Produktionsanlagen in der pharmazeutischen Industrie auf.

Wie seid ihr darauf gekommen?

Wir haben die Optogenetik ja nicht erfunden, aber die Möglichkeiten, mit Licht Zellen zu steuern, fanden wir zunächst einmal einfach äußerst cool. Hanns-Martin hat schon vor zwei Jahren im DIY-Stil erste Geräte gebaut. Auf einem gemeinsamen Wanderwochenende haben wir dann festgestellt, dass wir beide nicht verstehen, warum diese vor allem in der Neurophysiologie angewandten Techniken bislang noch nicht für die Bioproduktion von Medikamenten eingesetzt werden. Für uns lag das nahe, vielleicht weil wir beide schon jahrelang im Bereich Biopharmazeutika gearbeitet haben und viele der Herausforderungen kennen.

Für welches Problem habt ihr eine Lösung gefunden?

Viele neuartige biotechnologische Medikamente gegen Krebs oder Autoimmunerkrankungen oder auch Impfstoffe, die derzeit in der Entwicklung sind, werden sich nicht industriell produzieren lassen, ohne neue verfahrenstechnische Steuerungsmöglichkeiten zu schaffen. Falls dieses Problem nicht gelöst wird, könnten diese Arzneimittel gar nicht oder erst viel später zum Einsatz kommen.

Was reizt euch am Gründersein?

Wie die meisten Gründer reizt uns wohl einfach die Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung von Ideen. Aber daneben ist vor allem die Aussicht für uns sehr motivierend, einen Beitrag bei der Verwirklichung neuer Therapien zu leisten.

Was sind eure nächsten Schritte?

Nach der Gründung als GmbH legen wir jetzt den Schwerpunkt auf drei Aktivitäten: die Entwicklung unserer ersten Laborgerätegeneration zur Serienreife, den weiteren Aufbau von Partnerschaften und Projekten mit Experten und Zielkunden und die Sicherung der Finanzierung für die ersten zwei Jahre.

Eure Meinung zu NUK?

Jeder mag Zuspruch und wertvolle Tipps und davon gab es einige. Dennoch waren es sowohl bei den Coachingabenden als auch bei den Gutachten gerade die kritischeren Stimmen, die uns weitergebracht haben.

Kontakt
Mail: info@ningaloo.bio


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