9. Mai 2019

EnergyCortex aus Aachen gewinnt rheinischen Gründerwettbewerb

Ein Konzept gegen das Kneipensterben, das auch der Gesundheit nutzen könnte, eine Abfallverwertung für zu Hause und eine innovative Lösung für den ökologischen Bau. Die Finalisten des 22. NUK-Businessplan-Wettbewerbs beweisen im Mai 2019 nicht nur rheinische Innovationskraft, sondern zeigen auch, dass Gründungen die Welt ein Stück besser machen können.

Wer erfolgreich gründen will, muss eine Sache beherzigen: Die Geschäftsidee muss ein Problem lösen. Das gelingt der EnergyCortex GmbH. Die Gründer aus Aachen haben eine webbasierte SaaS-Lösung entwickelt, mit der Industriekunden ihre Energiekosten senken oder aber durch Digitalisierung und Automatisierung Zeit einsparen können. Mit ihrem Geschäftskonzepten überzeugten sie auf ganzer Linie, sagte die NUK-Jury und kürte EnergyCortex zum Gewinner des 22. NUK-Businessplan-Wettbewerbs. Begeistert zeigte sich auch NRWs Wirtschaftsminister und NUK-Schirmherr Prof. Dr. Andreas Pinkwart, der dem Gründerteam per Videobotschaft gratulierte. Der erste Platz brachte den Gründern auf der Prämierungsfeier am 7. Mai in der Kölner Wolkenburg ein Preisgeld von 7.500 Euro ein.

Auch dort konnten die Gründer mit einem gelungenen Pitch punkten. Doch damit waren sie nicht allein, denn auch die sechs weiteren nominierten Teams begeisterten das Publikum. „Ihr alle habt einen phantastischen Businessplan entwickelt und habt es der Jury richtig schwer gemacht“, sagte NUK-Projektleiter Victor Albrecht.

Alle Gründerteams überzeugen auf der Bühne

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Herr Westermann aus Köln. Das Team landete auf dem mit 3.000 Euro dotierten 2. Platz. Ihre Idee: Aus
dem Abfallprodukt Urin wollen sie einen Mehrwert schaffen. Damit kämpfen die Gründer gegen das Kneipensterben und wollen gleichzeitig für einen medizinischen Nutzen sorgen. „Eine erfrischende Idee, die tatsächlich jeden betrifft“, urteilte die NUK-Jury.

Die Gründer von AES Autonome Energiesysteme aus Aachen haben eine „gute technische Lösung entwickelt, in der viel Herzblut steckt.“ So begründete die Jury ihre Entscheidung für den dritten Platz, der mit 1.500 Euro dotiert ist. Das Team hat eine Abfallverwertung für zu Hause entwickelt und will damit für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

Gründerhilfe dank ehrenamtlichen Engagements

46 Gründerteams haben am NUK-Businessplan-Wettbewerbs teilgenommen. Die sieben nominierten Teams konnten mit ihren
Businessplänen überzeugen und hatten deshalb nicht nur die Möglichkeit, vor der NUK-Jury zu pitchen, sondern auch vor großem Publikum in der Wolkenburg. Als Belohnung erhielten sie außerdem ein umfangreiches Marketing-Paket.

“Ich bin dankbar, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der sich jeder entfalten kann. Das ist ein Privileg. Dafür sollten wir dankbar sein und unsere Chancen nutzen”, sagte Dr. Dietrich Gottwald, selbst mehrfacher Gründer, erfolgreicher Unternehmer und Mitglied des NUK-Vorstands.

NUK bietet bereits seit 1997 rheinischen Gründern umfangreiche und gleichzeitig für sie kostenfreie Förderung an und zählt zu den größten Gründerinitiativen in Deutschland. Seit 1997 haben 42.000 Gründungsinteressierte NUK-Veranstaltungen besucht. Jedes Jahr engagieren sich über 200 Experten ehrenamtlich, damit aus Visionen erfolgreiche Unternehmen werden.

Die Arbeit zahlt sich aus: Mit Unterstützung von NUK sind in 22 Jahren mehr als 1.300 nachhaltig erfolgreiche Unternehmen mit über 9.000 Arbeitsplätzen entstanden. Bekannt sind etwa true fruits oder Fond of. Zur NUK-Familie gehören aber auch hidden champions wie Indurad und Sumteq. „Ich finde es besonders schön, dass sich auch ehemalige Teilnehmer ehrenamtlich für die neuen Gründer engagieren. Bei NUK werden junge Menschen gefördert und unterstützt“, lobte Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes auf der Feier.

Kick-off des 23. NUK-Businessplan-Wettbewerbs

Das gilt auch für die kommenden sechs Monate. Denn die Veranstaltung in der Wolkenburg war nicht allein eine Prämierungsfeier für die besten rheinischen Gründer. Gleichzeitig war sie der Startschuss für den 23. NUK-Businessplan-Wettbewerb, bei dem die Gründerinitiative wieder zahlreiche Teams auf ihrem Weg begleitet. Die nächste Veranstaltung ist am 23. Mai das NUK-Meetup „Meet a coach“. Dort beraten unterschiedliche Experten Gründer in Einzelgesprächen bei individuellen Problemen und Fragestellungen.

Weitere Informationen zu allen nominierten Teams.


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